— 26 — körner mit Pflasterstrüktur. Diese «Verquarzung» ist eine graduelle, je nach der Schalenstruktur der verschiedenen Organismen oder deren Trümmer. Am stärksten betroffen wenden dabei die glasartig feinstperforierten Schalen der Lagernden, die nur noch aus Quarz bestellen. Die Korngrenzcn der einzelnen Quarzin viduen stimmen durchschnittlich gut mit den ehemaligen Schalenrändern überein, wachsen aber mitunter auch blieb feig darüber hinaus. Die G'obotrun- canen sind verschieden stark verkieselt,die Grossforaininiferen eben- falls. Am schwächsten umgewandelt sind die Bryozoen, oft auch Echincdermentrüinmer, Lithothamnien, Inoeeramenstücke, Spon- gicnnadeln und Milioliden in den urgonartigen Kalktrümmern. Da unter dem eingestreuten Detritus vor allem der gröberen Varietäten viele Körner mit derselben Quarz-Kleinkornaggregat- Struktur vorliegen wie jene der «verquarzten» Fossilschalen, liegt der Gedanke nahe, für beide gleiche Entstellungsweise vorauszu- setzen. Iii den feinstkörnigen Gesteinen mit Quarz-Kleinkornaggre- gat-Komponenten ist bei eingeschalteten Nicols das typische Chal- cedonkreuz zu sehen. Die Korngrössenzunahme der einzelnen Quarz- individuen im Kleinkornaggregat mit zunehmender Klastikagrösse des Gesteins erlaubt den Schluss, dass es sich um eine Verkieselung während oder nach der Diagenese handelt. Später wurde die wahr- scheinlich als Chalcedon vorhanden gewesene Kieselsäure zu einem Kleinkornaggregat rekristallisiert. Diese interessante Erscheinung, .welche die ausserordentliche Mobilität der Kieselsäure dokumentiert, kommt in Sedimenten vor, die tcktonisch kaum überprägt sind. Weder in den harten Bänken noch in den weichen schiefrigen Lagen ist die geringste Beeinflus- sung durch' Druck oder Stress an den feinen Mikrofossilschälchen zu konstatieren. Metamorphe Prozesse, wie sie z. B. in der alters- äquivalenten Eggberg-Serie südlich der Plessur üblich sind, fehlen im Triesner Flysch vollständig. Weder aus dem Vorarlberger- noch aus dem Prätigauflysch werden solche Verkiesclungserscheinungen an Fossilschalen näher beschrieben. Eine Durchsicht der Dünnschliffe R. B 1 a s e r 's ergab jedoch für die fossilreiche Plaiiknerbrücke- und Fanola-Serie das- selbe Bikl und nebstdem, dass Verkieselungen in Psammiten mit stark to.niger Matrix fehlen, dagegen in rein kalkigem Milieu am stärksten sind.
        

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