— J 08 — erklärt Gruben dieser Art als Lehmgruben zur Gewinnung des Lehms zum Hausbau, zum Herdbau und- zur Töpferei. Die leeren Gruben wären dann als Ahfallgruhen'benützt worden, was die Menge von Scherben, die wir in den Gruben fanden, erklären würde/' Wie hei andern Siedlungsplätzen auf dein Eschnerberg ist auch auf deni Malanser eine kontinuirliche Besiedlung über mehrere Pe- rioden festzustellen. Der Schubleistenkeil, die Arbeitsäxte und ver- schiedene Feuersteingeräte, die besonders in der ersten Grabung ge- funden wurden, deuten auf eine frühe neolithische Besiedlung hin. Der Haupteil der Funde gehört aber den verschiedenen Perioden der Bronzezeit an, anscheinend besonders dem Übergang von der mittleren zur späten Bronzezeit, der frühen Urnenfelderkultur, dann aber auch noch der späten Urnenfelderzeit. Melaunerscherben -von der Art der Langenei- Keramik finden wir auch auf dem Malanser zusammen mit Hallstatt A und B Ware. Wir haben also auch hier eine Bestätigung der von B. Frei geäusserten Ansicht, dass der Beginn der Melauner Keramik früher anzusetzen ist, als bis jetzt angenommen wurde.1' Auch eine wichtige Ausgrabung, die E. V o n>- liank kürzlich in Altenstädt hei Feldkirch in Vorarlberg abge- schlossen hat, scheint dies zu bestätigen.' Eine oberste Schicht auf dem Malanser brachte schliesslich auch noch Funde der Latenezeit mit Graphittonkeramik. Wir fanden aber in dieser Schicht nur wenige Scherben, die einigermassen an die späteisenzeitliche Keramik vom nahegelegenen Fundplatz Schneller erinnerten.8 5) Vergl. Oskar Parel. Das neue Bild der Vorgeschichte (Vorgeschichtliche Wohngruhen ?) S. 54 — 84. 6) B. Frei, Zur Datierung der Melauner Keramik, in «Zeitschrift für Archäologie und Kunstgeschichte», Bd. 15, Heft 3, 1954/1955, S. 129 — 173. 7) Noch unpuhliziert. 8) ' Vergl. Jahrbuch 1951, a. a. 0.
        

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