— 107 — hängenden, strichgefüllten Dreiecksverzierungen (55.66 u. 55.85 passen 'gut zum Material • der frühen Urnenfelderkultur, das wir schon in den Grabungen der zwei vorausgegangenen Jahre in reich- lichem Mass vorfanden und das bei uns besonders aus der Grabung auf dem Schneller (tiefe Schicht) erstmals gefunden wurde. Ah b i 1 d u n g 11. Alle Stücke auf Abb. 11 kommen ebenfalls aus der schwarzen Schicht in Feld 10. Die groben Rand- und Wand- stücke sind grösstenteils ohne Verzierung; zwei haben grobe Finger- tupfen ganz oben am Rand (55.75 u. 55.94). Einigemal erseheint auch der Rand kolbenartig verdickt, so besonders bei 55.96. Wenn In- nenkantung des Randes vorhanden ist, so ist diese doch nur sehr flau. Der grobe Fingerverstrich wie er beim Wandstück 55.81 er- scheint, kommt bei den Gefässen der älteren Urnenfelderkultur immer wieder vor. Zusammenfassung Mit der Grabung im Sommer 1955 sind nun die Untersuchungen auf diesem wichtigen prähistorischen Siedlungsplatz abgeschlossen. Diese letzte Grabung hat, wenn auch von vornherein keine besoiiT deren Ergebnisse zu erwarten waren, das Ganze 'doch ergänzt und abgerundet. Es ergibt sich somit ein vollständiges Bild über den ganzen Platz und über die verschiedenen Anlagen, den Abschlusswall und die Gruben. Sondierungen an vielen Stellen ergaben, dass der Platz nicht befestigt war. Bei dem Wall auf der Nordwestseite handelt es sich wahrscheinlich um eine Anlage zur Planierung oder auch zum Schutz gegen Wind und Wetter. Das Ende des Walls wurde auf beiden Sei- len festgestellt. Er endet beidseits auf dem anstehenden Fels und schliesst so die Mulde nach aussen ab. Auf dem Situationsplan ist der ungefähre Verlauf des Walles eingezeichnet. Die Linie zeigt den ver- mutlichen inneren Wallrand. Nach den Funden zu schliessen wurde er in der Zeit der älteren Urnenfelderkultur angelegt, denn Scher- ben dieser Zeit lagen sowohl unter, als auch über den Wallsteinen. Hinweise auf Hausanlagen fanden sich in den Feldern 2, 5, 6 u. 7. Die Gruben müssen irgendwie zu diesen Häusern gehören. Als eigentliche Wohngruben aber können sie nicht angesehen werden, da sie mit Ausnahme von Grube IV nur klein sind. 0. P a r e t
        

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