- 102 — Die Grabung, vom Sommer 1954 war 'besonders deshalb inte- ressant, weil sie einige für unser Gebiet neue Hinweise auf die Sied- lungsart ergab. Hinter einem, den Platz auf 'der Nordwestseite ab- schliessenden, verstürzten Wall lag der Kulturabfall in mehreren kleineren und in einer grösseren Grube, und in Feld 6, am west- lichen Rand der Siedlung, zeichnete sich deutlich eine Hausecke ah. Das Haus wurde, wie 'Starke Brandspuren zeigten, .durch Feuer zer- stört. Die grosste der Gruben (Grube IV) hatte einen Durchmesser von 5 Meter und ihre Tiefe, vom alten Lössboden aus gemessen, be- trug 1.40 Meter. Ein Rest des Grubeninhaltes wurde 1954 noch ste- hen gelassen. Ebenso wurde der. Absehluss des Walles an seinem nordöstlichen Ende nicht mehr vollständig freigelegt. Die Freilegung des AbschlusS'walles und die Aushebung des Grubenrestes war des- halb die Aufgabe unserer Grabung im Sommer 1955. Dazu wurde noch das Feld 9 hinter der Grube und d'as Feld 10. anschliessend an den Schnitt 14, ausgegraben. G r u h e IV und Feld 9. Hier musste zunächst das seit dem letzten Jahr stark zerfallene und teilweise eingestürzte Profil (Jb. 1954, Profil 5 u. Abb. 6) um '/» Meter zurückversetzt werden. Ab- bildung 1 zeigt das neu erstellte Profil, ebenso die Zeichnung (Pro- fil 1). Es weist gegenüber dem Profil 5 (Jb. 1954, S. 92) einige Ab- weichungen auf. Unter der Humusdecke (A) liegt eine braune Schicht (B) mit spärlichen Resten latenezeitlicher Keramik. Über und in der Steinlage, die sich besonders ausgeprägt auf der rechten Seite, also gegen die Platzmitte zu zeigt, lagen noch Scherben der späten Urnen- felderku'ltur mit einzelnen Melaunerscherben zusammen. Unter der Steinschicht erscheint eine schwarze Schicht (C), die nach unten zu noch dunkler wird (D) und besonders Funde der älteren Urnenfelder- kultur ergab. Am Grund der Grube ist die Kulturschicht stark mit Löss durchsetzt (E). Eine dunkle Linse im gelben Löss, aus der noch einige Scherben kamen, 'befindet sieh bei F. Die Grube wurde bis auf den Felsgrund ausgehoben (G). Von der Platzmitte her schiebt sich ein Keil von dunkel gefärbtem Löss (H) in den sonst hellgelben Löss hinein. Eine solche dunkel gefärbte und wie hier fundleere Löss-Schicbt hatten wir schon 1953 in Schnitt 7 bei Meter 30 — 32 (vergl. Jb. 1953, Plan III, unten rechts). Auch dort lag der helle Löss darüber und darunter.
        

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