— 82 — also Huob, bis vor etwa 200 Jahren erhalten hat. Der oben angege- bene Sinn des Wortes Hube geht auch aus dem schon veröffentlich- ten Teil des liecht. Urkundenbuches 'klar hervor. Es ist auch be- kannt, dass der Bregenzerwald vor Jahrhunderten in Huben, also in Bauerngüter aufgeteilt wurde von denen jedes einer Familie das Einkommen sicherte. * * * Die gewaltige Rüfe, die in den kahlen Dolomitfelsen des Ochsen- kopfes ihren Ursprung hat und dann in den Gipslagern der Raibier- schichten oberhalb des Kurhauses Malbun das ganze Gelände in stetige Unruhe versetzt, dort zeit- und stellenweise gewaltige Steil- wände bildet, wird mit Schlueher bezeichnet. Ein treffender Name ' Das mhd. sluch, sluoch bedeutete neben Schlauch, Schlund, Kehle, auch Abgrund! In einer Urkunde aus dem Jahre'1652 wird dieser Wildbach 'mit .Schluocherbach bezeichnet. Kaum jemand im Lande weiss noch, woher die Bezeichnung des Maurer Dorfteiles S te i n b ö s kommt. In früheren Jahrhunderten hiess der Steinbruch auch S t e i nb o z. (m'hd. boz, Mehrzahl Stein- bösse). Die Überprüfung an Ort und Stelle ist zwar nicht befriedi- gend, 'denn es fehlt in diesem Gebiete der ausstehende, brauchbare Fels. Steinbrüche sind keine festzustellen, hingegen sind hier früher Kiesgruben ausgebeutet worden. Das mhd. Wort «iSteinbös» ist aber so klar und unmissverständlich, dass man an dessen Bedeutung und Herkunft nicht mit Grund zweifeln kann. Es macht 'den Anschein, dass wir es hier mit einer Namenwanderung zu tun haben. Im Re- gierungsarchiv in Vaduz liegt eine Urkunde aus dem Jahre 1668, in welcher folgende Stelle: «Der Krumakher, Jetzt auf StainbelS ge- nannt» auf einen erfolgten Namenwechsel hinweist. Vielleicht zog ehemals ein «Steinböser», also einer der früher bei einem Stein- bruch wohnte oder einen solchen betrieb .— solche sind und waren gleich weiter oben etliche — auf den seinerzeitigen Krumen A'kher ? Die Form ohne Umlaut, also Steinbess statt Steinböss, wie diese in der oben bezeichneten Urkunde aus dem Jahre 1668 auf- scheint, ist in jener Zeit auch anderswo öfters anzutreffen. * * *
        

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