— 50 — gen von Vadutz viber Rh'yn gefüert, dergleichen auch von Schau». (Acta S. 122, Kaiser S. 282). Der erste Bericht meldet noch, dass die Eidgenossen «Benderen im grundt verbrantendt». (S. 35). Lemnius vergleicht die Eidgenossen mit den Griechen, als sie Troja besiegt hatten: II, 515 Inde vehuntur equis tot res, ut curribus altis Trans Rhenum dulci dirreptae valle Scanaque, Quot vix a Troja quondam rapuere Pelasgi. Hinc hoste retro fugiunt ad moenia Campi Usque domos notas et Drusi vallis arenas. Solche Fülle gerauhter Geräte entführten auf Wagen Sie von Vaduz und von Schaan mit den Rossen über den Rhein weg. Wie sie die Griechen einst kaum von Troja nach Hause genommen. Abwärts, nach Feldkirch, waren indessen die Feinde geflohen. Heim in die trauten Gemächer, und tiefer hinein in den Walgau. Gutenberg hält stand . Zunächst ziehen nun.die Biindner und Eidgenossen nach Maien- feld, die dortigen Brandiscr ergeben sich, die Burg wird völlig aus- geplündert und das Städtchen kommt in die Gewalt der Bündner. Der Krieg geht weiter, die Eidgenossen kämpfen fast überall sieg- reich, nur das feste Gutenberg leistet immer noch Widerstand. Die Biindner und Eidgenossen versuchten öfters ihrer Herr zu werden, Lemnius meint allerdings, sie hätten nur die Absicht gehabt die Besatzung einzuschüchtern und von einem Ausfall abzuhalten. Kai- ser berichtet .darüber S 289: «Eine mutige Schar Eidgenossen drang über den Rhein, mit Äxten bewaffnet; es war am 8. März. Sie rückte an die Tore von Guten'berg bei der äusseren Ringmauer, zwischen welcher und der Veste sich viel Vieh befand, zur Speisung der Bc- satzungsmannschaft». Er hält sich da wieder an die «Acta» S. 127: «Item am Samhstag vor Letare, sindt 30 Eidtgnossen vber Rhyn geruckht, gen Guttenberg an das Thor kliommen; bas mit axen zer- hauwen, vnd das Vech vss dem Vorhoff nemmen wellen, da habendt Iro vier in Lemysen tretten, vnd liandt die anderen bey 400 lemysen vffgelesen, vnd müessen abtretten». (Ursprung S. 45) Kaiser über- geht aber die Stelle mit den Lemysen etwas auffällig, es handelt sich doch wohl um Fussangeln, wie es Campell auffasst (II, S. 163).
        

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