Zum Abbruch eines gotischen Holzhauses in Vaduz Im Herbst 1954 wurde in Vaduz das Haus Nr. 39 im Becka- gässle oberhalb dem Gasthaus zum «Engel» abgebrochen, um einem Neu baue Platz zu machen. Die bei dein Abbruch gemachten Beo- bachtungen sind zwar nicht von grosser historischer Bedeutung, verdienen aber doch festgehalten zu werden, da damit ein bisher verlorenes Stück des mittelalterlichen Vaduz noch einmal für einige Tage unseren Augen zugänglich wurde, um dann aber für immer zu verschwinden. Das mehr als bescheidene, zum Teil recht 'baufällige Haus hat in der letzten Zeit seines Bestehens gewiss nicht viele Blicke — es sei denn missbilligende — auf sich zu ziehen vermocht. Scheinbar ein Wohnhau, wie sie in den letzten 150 Jahren in meist schlechtem Mauerwerk und ohne irgendeinen hodenständigen oder originellen Charakter hier errichtet wurden, zeigte es sich schon am ersten Abbruchtage, dass in 'den oberen zwei Stockwerken das Mauerwerk nur aus einer Blendmauer von kaum 15 cm Stärkeibestand, während dahinter eine massive Holzkonstruktion zutage trat, die einiges Auf- sehen erregen musste. Das Kellergeschoss, auf welches diese Holzkonstruktion aufge- richtet war, war allerdings aus massivem Mauerwerk errichtet und wurde nach oben durch ein einfaches Tonnengewölbe abgeschlossen, wie -dies bei vielen alten Gebäuden hierzulande üblich war. Eine Datierung der Entstehung dieses Kellers — der übrigens vom Ab- bruch als einziges Relikt des alten Hauses verschont blieb — ist kaum möglich. Sicher ist er aber mindestens' vor 150 Janren. wahr- scheinlich aber noch früher erbaut worden. Was nun das erste Gescboss des in den Hang, das heisst in den anstehenden Lehm hineingebauten Hauses betrifft, so war dieses, wie schon bemerkt, in einer festen Holzkonstruktion aufgeführt,
        

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