stige Uniweltbedingungen anzutreffen sind. Andererseits ist diese Exitus-Rasse eine typische Trockenform und als solche kleiner und heller als die mehr feuchtigkeitsgebundenen Gruppen der Wühl- ratte («Wasserratte»). Die Suche nach der S c h n e e m a u s (Microtus n. nivalis Mar- tins) war von besonders gespannten Erwartungen begleitet, weil eine enge Bindung dieser Wühlmaus an die Rostblättrige Alpenrose angenommen wird. Leider fing sich nur ein einziges Exemplar, so dass diese Frage für das Liechtensteinische Gebiet weiterhin offen bleiben muss. Es war aber immerbin auffallend, dass sich dieses Stück, ein gravides' $ (K + R 125, Schw. 70, Hf. 21, Ohr 14 mm) oberhalb Silum an einer locker geschichteten Steinmauer fing, in einem Gebiet also, wo weit und breit keine Rostblättrige Alpenrose vorkommt. Wie schon eingangs erwähnt, habe ich an den West- hängen des Gebirges überhaupt nur kleine Bestände der sog. Stein- rose (Rododendron hirsutum) und keine Rostblättrige gefunden, während am Ostabfall des Sareiser Joches ganze Berglehnen von ihr besiedelt werden. Bemerkenswerterweise fing sich aber hier in die- sen Feldern trotz aller Anstrengungen und trotz vorhandener, zahl- reicher Baue keine Schneemaus ! Ein abschliessendes Urteil lässt sich nach dem einen Fang natürlich zu dieser Frage noch nicht ab- geben : es könnte sein, dass zu einer anderen Jahreszeit auch am Sareiser Joch Schneemäuse zur Strecke gekommen wären, sei es, dass auch hier ein zahlenmässiger Tiefpunkt, wie bei anderen Wühl- mausarten in diesem Jahre, mitsprach, sei es, dass doch Abwande- rungen in geringem Rahmen während .des Winters vorkommen. Es ist aber auch möglich, dass die zahlreichen Baue in den Beständen der Rostblättrigen Alpenrose von einer anderen Wühlmausart der Gattung Microtus oder Pitymys stammten, wobei für die Hochge- birgsform der Feldmaus (und evtl. auch für die Erdmaus) wieder das Fehlen jeglichen Lebens trotz zahlreicher Einschlupflöcher (zu- sammengebrochene Gradation) und für die Untergrundmaus nur die Tatsache sprechen würde, dass diese Art als einzige in der weiten Umgebung in einem Latschenfeld gefangen wurde. Klarheit können hier nur weitere Fänge bringen. Wie bereits erwähnt, gilt also dias Jahr 1953 allgemein als ein Jahr des Tiefstandes bei lallen zur Massenvermehrung neigenden Wühlmausarteh, ja, überhaupt als «schlechtes Mäuseja'br», wie nicht
        

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