— IM. — Burgruine und .besonders am Steilhang gegen Ruggell zu, von Jooef Brendle in Scbellenberg laufend Funde gemacht und an den Histo- rischen Verein abgeliefert. Zum grössten Teil handelt es sich um Gegenstände aus Silexmaterial, sowie um Werkzeuge, die aus Grün- stein geschliffen sind, Meissel und Steinheile, meist von kleiner und zierlicher Form. Es fehlen auf Altschellenberg aber auch idie Kera- mikreste nicht, die anscheinend verschiedenen Perioden angehören, von der Jungsteinzeit an bis zu den mittelalterlichen Scherben und Ofenkacheln. Die Scherben sind aber stark verwittert,.da es sich um oberflächlich aufgelesene Funde handelt. Im iSommer 1954 wunden innerhalb des Burgareals und in der Nähe der Burg einige Versuchsschnitte gemacht und es zeigte sich, dass stellenweise nocli alte Kulturschichten im Boden liegen, die beweisen, dass der Platz schon lange vor Erbauung, der Burg besie- delt war. Die in den Schnitten gefundenen Keramikreste und Feuer- steingeräte, lassen auf eine sehr frühe Besiedlung in der Jungstein- zeit, allem Anschein nach durch die Rössener Kultur, schliessen. Ein weiterer Fundplatz dieser Kultur befindet sich in der Nähe der Burg Neuschellenberg, auf dem Borscht, wo in den Jahren 1947 — 1950 Grabungen ausgeführt wurden. Von den vielen Lesefunden von Altschellenberg, die Herr Brendle abgegeben hat, konnten bereits im letzten Jahrbuch (1954) eine Anzahl von Feuersteingeräten, be- sonders Pfeilspitzen abgebildet werden. Nun hat Herr Brendle auch im letzten Jahr wieder viele Funde gemacht, hauptsächlich am Abhang des Burghügels gegen Ruggell zu. Beiliegende Abbildung zeigt die schönsten Stücke. Es handelt sich wieder besonders um Silexgeräte. Dabei sind einige schöne Pfeilspitzen (Nr. 1 — 10), 'dann auch Bohrer, Klingen und gezähnte Sicbelsteine (Nr. LI. — 18). Auffallend sind die steilretou- ehierten Kratzer (Nr. 19 — 24), die ganz denen entsprechen, wie wir sie in den Grabungen auf dem Borscht in der tiefsten (Rössener) Schicht fanden. Auch das Sclierhenstück Nr. 25 mit der Knuppe und der Schnuröse ist jedenfalls ein Bruchstück eines Rössener Ge- lasses. Kleine Meissel und Beilchen aus Serpentin (Nr. 26 — 32) hat Brendle ebenfalls wieder aufgelesen. Schliesslich sin.fl unter den Fundstücken auch noch zwei abgeschliffene Stücke von Eisenerz (Nr. 33.— 34). Diese wurden wahrscheinlich zur Farbgewinnung
        

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