— 97 — A 11 il e r e F u n il c. An Hinweisen auf steinzeitliclie Besied- lung des Malanser in diesem Abschnitt fehlt es in diesem Jahr ganz» lieh, wenn man von einigen' unbedeutenden Silexfundeh abstellt. Auch was wir an Bronzen gefunden haben, sagt sehr wenig; ''«Äaif Fragment einer Rollennadel wurde schon erwähnt, ebenso -der Bronzereif. In der schwarzen Schicht und in den Gruben lagen viele Tier- knochen, anscheinend von Rind, Ziege, Schaf und Schwein. Die Mark- knochen waren gewöhnlich aufgeschlagen. Es handelt sich also um Speiseabfälle. Eine Untersuchung der Knochen sollte noch erfolgen. Zusammenfassung und Vergleiche Die Felder 5 und 7 ergaben wenig Neues. Die in der Grabung 1953 in den Feldern 1 und 2 so ergiebige Melaunerschicht setzt sich zwar noch fort, ist aber im Ausgehen. Nur noch aus Feld 5 kommen einige Melaunerscherben. Unter der Melaunerschicht ist in den Feldern 5 und 7 noch eine ältere Schicht vorhanden. Dazu gehören die kleinen Gruben I und II. Im Feld 6 war eine Trennung in eine obere und eine untere Schicht nicht möglich. Sie war durchgehend gleich schwarz, ohne Zwischenschicht, und wies im Fundinaterial keine Unterschiede auf. Melaunerscherben fehlten hier ganz. Die Grabung 1954 ergab ganz andere Situationen, als wir sie 1953 auf dem oberen Platz fanden. Deutlich zeichnete sich an der Hausecke und im Profil 2 die Grenze des Wohnhorizonts auf dieser Seite ab. Dieser Wohnhorizont lag aber zum grössten Teil nicht plan. Das Profil E — F auf der Situa- tion zeigt den Verlauf des Lössbodens unter der Kulturschicht. Die Gruben gehörten jedenfalls zu den Wohnungen. Es war aben durch die Grabung nicht abzuklären, was sie eigentlich bedeuten. Die graue Schicht, die sich in der grossen Grube (IV) über der schwarzen gut abzeichnete und die sehr fundarm war, ist sicher eine spätere Einfiillung zur Planierung. Interessant ist dann der Wall als Abschluss, der kaum fortifi- katorische Bedeutung haben kann, der aber, zusammen mit den Eintiefungen dahinter, guten Windschutz ergab. In der Art der Wohnanlage haben wir somit auf diesem Teil des Malanser für unser Gebiet etwas Neues. Durch Fortsetzung der Grabung auf der Nord
        

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