— 95 - Für Stücke wie 54.28 und 54.28c mit leichter Bodendelle und ste- henden quergestrichelten Dreiecken haben wir bis jetzt noch keine Parallelen. Zu den meisten anderen Stücken kennen wir Gleiches oder Ähnliches aus der älteren Schicht vom Schneller (hängende, strichgefüllte Dreiecke und Buckelverzierung). Es handelt sich um Vertreter der älteren Urnenfelderkultur, mit starken Anklängen an die vorausgehende Hügelgräberkultur. Etwas Neues haben wir in den Scherben 54.51 und 54.270 die wohl vom gleichen Gefäss kom- men. Auf der Roseninsel im Starnberger See kommt das gleiche Ornament vor, wie uns Dr. H. J. Hundt mitteilt. Dort gehört es in die Hügelgräberbronzezeit, und er möchte unsere Stücke der glei- chen Zeit zuwenden. Etwas gröber als die andern Scherben auf Ab- bildung 13 ist das Wandstück 54.2 74, mit den flächendeckenden Kerben. Auch vom Schneller gibt es Entsprechendes (vergl. Jahr- buch 1951, Abb. 13). Abbildung 14. Auf Abbildung 14 sind wieder Scherben der Felder 6 und 8 abgebildet. Sie kommen alle aus der schwarzen Schicht hinter der Mauer. Die Randstücke 54.185 und 54.291 sind gute Beispiele der hier in Menge vorkommenden Grobkeramik. Die verzierten Scherben 54.59, 54.34 und 54.37 möchte H. J. Hundt der Hügelgräberbronzezeit, bezw. dem Einfluss der sogenannten Fremd- kulturen zuweisen. Besonders interessant ist 54.34,.das zweierlei Ver- zierungsarten aufweist, schrägverlaufende Reihen von feinen Nagel- kerben und angrenzend flaue Schrägkanneluren, erstere ein Verzie- rungselement der Hügelgräberbronzezeit1, während flaue Kannelu- ren sich auf manchen Gefässen der «Fremdgruppenkeramik» finden (z. B. Riegsee). 54.64 auf Abbildung 14 ist ein Bodenstück mit Delle und Rillenverzierung, die nahe am Boden umläuft. Scherben wie 54.198 mit stark, betonter Bauchkante finden 6ich öfters unter der Keramik aus der tiefen Schicht vom Malanser, ebenso unverzierte schalenartige Formen, wie 54.73. A b b i 1 d u n g 15. Hier haben wir Grobker.amik aus der Grube III in Feld 6. Nr. 54.225 ist ganz unverziert, im Profil etwas weniger geschwungen als 54.248. Beim letzteren Stück ist auf ider Tupfen- leiste deutlich der Abdruck eines Gewebes sichtbar. In der Zeich- I Vergl. Friedrich Holste, Die Bronzezeit in Süd- und Westdeutchland, Tafel 18. 10.
        

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