— 89 - (Profil 2). Gegen Schnitt 11 zu lag in diesem Feld eine kreisrunde Grube (Grube III), deren Grund etwa 80 Centimeter unter dem Niveau der Hausecke im Löss lag. Die Grube war mit schwarzem, steinigem Brandschutt ausgefüllt, darin lagen viele Scherben, haupt- sächlich Grobkeramik. Die Scherben auf Abb. 15 kommen alle aus dieser Grube, dazu die verzierten Stücke 54.34 und 54.37 auf Abb. 14. Der Löss am Grubenrand war stellenweise rotgebrannt; man könnte also hier an eine Feuergrube denken. Abb. 4 zeigt Grube III in Feld 6, zum Teil noch mit Brandschutt gefüllt. Links im Hintergrund sind zwei Fundamentsteine der Mauer sichtbar, die den Platz nach aussen begrenzten. Im Profil 2 zwischen Meter 4 und 5 zeichnet sich das Ende der schwarzen Schicht deutlich ab. Möglicherweise ist dort eine Pfosten- grube mit Steinverkeilung. Rechts davon ist die Kulturschicht nur mehr sehr schwach. Die Grube II ist ganz links noch angeschnitten. Schnitt 14 und Profil 4 Der Schnitt 11 vom Jahre 1953 verlief ungefähr in der Mitte der Mulde hangabwärts (vergl. Situation, Höhenprofil G — H). In Feld 6 wurden nun in diesem Jahr die Verhältnisse südlich von Schnitt 11 abgeklärt. Um zunächst ein Profil auf der nördlichen Seite der Mulde zu gewinnen; wurde Schnitt 14 gezogen und das Profil 4 aufgenommen. Auch hier zeigte sich noch der versiürzte Mauerrest und eine durchlaufende schwarze, starke Kulturschicht, die sich zwischen Meter 1 und Meter 4, also hinter der Mauer muldenförmig abzeichnete. Aber auch unter der Mauer durch setzte sich die Kulturschicht, allerdings etwas schwächer, fort und wurde dann hangabwärts immer spärlicher. Hier lagen in der ober- sten Schicht wieder Graphittonscherben mit Kammstrich, während die Scherben in der tiefen schwarzen Kulturschicht durchaus den Funden in Feld 6 entsprachen. 
X Am Profil 4 fällt links die muldenartige Vertiefung der schwar- zen Schicht auf. Hier zeichnet sich bereits die grosse Grube (IV) im anstossenden Feld 8 ab. Die Mauer hebt sich als leichte Bodenwelle zwischen Meter 4 und Meter 5 auch oberflächlich ab. Im oberen Teil (links) war die Lössdecke über dem Fels nur mehr 20 bis 30 Centimeter stark. 7
        

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