- 83 - Balzers und Borscht-Schellenberg nachgewiesen ist.1 Neolithische Ke- ramik Fehlt aber bis jetzt auf dem Malanser. Reichlich vertreten war die Keramik aus der Bronzezeit. Die Scherbenideuten auf eine Besied- lung des Platzes mehr oder weniger durch die ganze Bronzezeit hin. Nur auf einen 'bestimmten Teil des Platzes beschränkt waren die schönen Funde der Melauner-Kultur (in ihrer Laugener Aus- prägung), die hier, wie auf dem nicht allzuweit, entfernten Mont- lingerberg (Kt. St. Gallen), mit Scherben der Hallstatt A und B Pe- riode zusammengefunden wurden. So wird auch durch die Funde auf dem Malanser die Ansicht von B. Frei bestätigt, dass der Beginn der Melauner Kultur bedeutend früher anzusetzen ist, als dies nach der landläufigen Ansicht bis jetzt geschah.2 Ein interessanter Fund war eine späthallstättische Sanguisuga-Fibel. Anderes, besonders auch einige Graphittonscherben mit Kammstrich, sind Zeugen einer Besiedlung des Gebietes auch noch in der Latenezeit. Der Fundplatz Der Malanser bildet mit 651 m ü. M. die höchste Erhebung des südwestlichen, gegen den Rhein zu gelegenen Teils des Eschner- bergs. Am Fusse des Malanser liegen auf der Westseite der Gamp- riner Weiler Salums und auf der Ostseite der Eschner Weiler Aspen. Die Grabung 1953 wurde entlang der kleinen Felswand ausgeführt, die in Richtung Nordost-Südwest hinstreicht und den Platz auf der Südostseite begrenzt. Der höchste Punkt auf dem Malanser ist Punkt 651,1 m, er liegt auf der Kuppe über der Felswand, auf den Koordi- naten 758.210/232.300, nach dem Übersichtsplan für das Fürsten- tum Liechtenstein 1 : lO'OOO, Blatt Eschen, und war zugleich unser Messpunkt (Vergl. die topograph. Aufnahme, Plan I und die Situa- tion, Plan II). Die Grabung 1954 Die diesjährige Grabung wurde ausgeführt im Auftrage des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein in der Zeit 1 Vergl. Jahrbuch 1936, Gero v. Merhart, Rössener Gefäss vom Gutenberg und die Grabungsberichte vom Borscht in den Jahrbüchern 1947 — 1949. 2 Ein demnächst in der Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte erscheinender Aufsatz von B. Frei, befasst sich mit der Frage der Datierung der Melauner Keramik.
        

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