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- Malanser Ausgrabung 1954 von David Beck Seit 1935, also seit zwanzig Jahren, gilt die Ausgrabungstätig- keit des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein vor allein den prähistorischen Siedlungsstellen auf dem Eschnerberg. Die wichtigsten und aufschlussreichsten Plätze: auf dem Bors cht, auf dem Lützen gütlekopf, auf dem Eschner-Lutzen- £ ii t 1 e und auf dem Schneller wurden untersucht, und es zeigt sich immer mehr, dass der Eschnerberg seit der Jungsteinzeit, also schon im dritten Jahrtausend vor Christus, und dann durch alle prähistorischen Perioden hindurch, andauernd und stark besiedelt war.1 Auf einer Bergkuppe südwestlich von Lutzengütle und Schneller ist seit Jahren ein weiterer urgeschichtlicher Siedlungsplatz bekannt, der Malanser. Durch reichliche Scherbenfunde in diesem Gebiet wurde man auf die Stelle aufmerksam. Auch hier war es wieder unser getreuer Beobachter, Alt-Waldhirt Rudolf H a s 1 e r , der -die ersten Funde machte. Eine Sondierung im Jahre 1946 ergab dann auf dem Malauser reichlich Siedlungsfunde, besonders an Keramik.2 Mit systematischen Grabungen an dieser Stelle wurde dann im Jahre 1953 begonnen/' Das Ergebnis dieser ersten Untersuchung uar kurz zu&ammengefasst folgendes: die ältesten Funde sind sicher neolithisch; verschiedene Steingeräte, darunter eine sehr schöne Pfeilspitze, aus Bergkristall, ein Schuhleistenkeil, zwei gelochte Ar- beitsäxte und eine Anzahl Feuersteingeräte beweisen dies. Diese Funde dürften der Rössener Kultur zugehören, die auf Gutenberg- 1 Vergl. die Grabungsberichte in den Jahrbüchern 1935 -— 1937. 1442 — 1951 und 1953. 2 Vergl. Jahrbuch 1946. 3 Vergl. Jahrbuch 1953. D. Beck. Ausgrabung Malanser.
        

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