— 58 — inen. Eine systematische Grabung wäre für die Erforschung das Zweckdienlichste, kostet aber für den Verein unerschwingliche Mittel. Die bisherigen Eschnerfunde sind um einige Jahrzehnte jün- ger als die Funde in Schaan. Silbertauschierte und plattierte Gurt- beschläge fehlen in Schaan, die Waffenbeigaben sind die gleichen, die Lagerung der Gräber ist in Eschen einheitlicher, hingegen feh- len in Eschen bis jetzt eigentümlicherweise die Schmuckperlen ganz, die in Schaan vereinzelt sogar in Männergräbern vorkamen, ebenso fehlen Bronzebeschläge. Massgebend für die Zeitbestimmung blei- ben somit die silbertauschierlen und plattierten Beschläge, die auf eine spätere Zeit verweisen. Dies gilt nur für die bis jetzt 'bekannten Gräber und lässt, wie gesagt, noch keinen allgemeinen Vergleich zu. Das geschichtliche Bild der Gemeinde Eschen wird durch diese Grabfunde um einen ganz bedeutenden Zug reicher, wenn auch noch nicht geklärt. Die mannigfachen, offenen Fragen für Eschen im Früh- i'iittelalter, die Stellung zu den nachbarlichen Kirchgemeinden, die Festlegung des Gerichtes auf Rofenberg, Eschinerburg und so mehr könnten durch diese alamannischen Gräber einiges Licht erhalten. Auf jeden Fall liegt hier dem Historischen Verein wieder eine schöne Aufgabe vor.
        

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