- 57 — eingelegt, um das Gral), das schon abgetragen war, deutlich zu markieren. Grab 10 wurde weggeräumt. Grab 11 und 12 konn- ten belassen werden und wurden wieder eingedeckt. Abb. 7. Grab 10 und 12 waren ohne Beigaben, Grab 11 barg eine kleinere, zweiteilige Gurtzier. Schnalle und Gegenheschläg, ohne Tauschierung aber einer gleichzeitigen Form entsprechend. Sie lag auf der Wirbelsäule oberhalb des Kreuzbeins. Weiter fand sich in diesem Grab ein unförmiges Stück Eisenschlacke, wie solche als Sehmelzreste aus alten Schmelzen vorliegen. Ich vermute, dass dies Stück nicht zufällig in das Grab kam, son- dern als Berufszeichen der Leiche beigelegt wurde. Es würde sich demnach um einen Mann handeln, der beruflich in einer Eisenschmelze oder allenfalls als Schmied tätig gewesen. Die beigefügten Abbildungen möchten eine kleine allgemeine Übersicht über Lage und Beschaffenheit der Gräber vul des Fund- gutes vermitteln. Die Fundgegenstände sind in den Werkstätten des Landesmuseums in Zürich konserviert und der Sammlung des Histo- rischen Vereins einverleibt worden. Bei der Konservierung ist es leider unvermeidlich, kleine Reste von Holzfassungen an den Waf- fengriffen, Spuren von Lcder oder Stoff der Waffenscheiden zu ent- fernen, um wenigstens den schlechten, durchrosteten Eisenteil zu erhalten. Es ist eine allgemeine Erscheinung bei alamannischen Grabfunden, dass ihr Eisen nur in sehr schlechtem Zustand er- halten ist. Bis jetzt war im Landesgebiet nur der alamannische Friedhof von Schaan bekannt und wurde hierüber wiederholt in unserm Jahr- buch berichtet. Bei der grossen Ausdehnung des Schaaner Gräber- feldes lag die Vermutung nahe, dass die Bestattungen aus weiterer Umgehung hier zusammengezogen worden wären. Nun steht sin solcher Friedhof auch für den Eschnerberg fest, über dessen Aus- mass wir allerdings noch im Unklaren sind. Es zeugt immerhin VOM einer beträchtlichen alamannischen Bevölkerungsschicht am Esch- nerberg, wenn nun auch dort für sie ein eigener Friedhof besteht. Klare Schlüsse können allerdings erst gezogen werden, wenn über das Gräberfeld grössere Abklärung erarbeitet ist. Vielleicht kann der vorhabliche Realschulhau diese Einsicht wieder erweitern, auf jeden Fall ist bei den Fundamentarbeiten darauf Bedacht zu neb-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.