- 46 - Lagen noch vor. (Lienen: Stachlerkopf). Sie hat eine Knolle und hildet nach 'dem Blühen Wurzelausläufer mit mehreren Anlagen zu jungen Brutknollen. Die Aehre mit den unscheinbaren, kleinen Blü- ten ist lang. Die Sepalen sind einfach, die Petalen und die Lippe haben die Form einer Hellebarde (Sk. 32). 3. Pyramidenorchis (Anacamptis pyramidalis) Die leuchtend rot blühende Pyramidenorchis erscheint im Juni auf trockenen Wiesen (z. B. um das Absteigequartier Vaduz, auf Rheindämmen, Vaduz, Triesen (Maschlina), Balzers, auch im Un- terland. Murr gibt u. a. noch an: Nendeln-Schaan, vereinzelt: Trie- senberg). Der Name gilt auch hier nur für das erste Aufblühen, wenn die Blütenähre pyramidenartig zugespitzt ist, später ist der Blütenstand walzenförmig. In der Blüte ähnelt sie sehr den Orchis- arten. Die Lippe ist breiter als lang und dreilappig. Am Grunde hat sie 2 aufgebogene Höckerchen (anacampto: ich biege auf !) 4. Die Herbst-Drehähre (Spirantlies autumnalis) Ganz spät blüht die Herbstdrehähre, die wohl wegen ihrer un- scheinbaren, grauweissen Blüten und wegen ihres späten Erschei- nens (vom August bis in den Oktober) oft übersehen wird. 1954 fand ich blühende Exemplare erst in der zweiten Septemberhälfte und zwar in Vaduz unterm Waldhotel. Murr stellt sie im ganzen Bereich des Schellenberges fest, oft erscheint sie zusammen mit Euphrasia auf kalkreichen Triften. Die spitzen, breitgestielten Laub- blätter bilden neben dem blütentragenden Stengel eine Rosette. Die Blüten stehen in eigenartiger Drehung um den Stengel. Mit der Herbstdrehähre soll die Unterfamilie der Monandrae (Einmännigen) abgeschlossen werden. Zwar fehlen manche Gat- tungen und es wird wohl hier (ausser'Bastarden und Variationen) wohl kaum noch eine Neuentdeckung zu erwarten sein, ausser etwa einer Kleinorchidee wie Malaxis, (die ich einmal für das Schaaner Ried notiert fand). Doch scheint mir — für ein Gebiet von kaum 160 qkm — die Artenfülle doch recht beträchtlich gross zu sein. Möglicherweise ist Loroglossum hircinum doch vorhan- den. Im Juni 1949 wurde hier an der Schule (Collegium Marianum, Vaduz) ein Exemplar ausgestellt — leider fehlt in der Aufzeichnung •die Angabe der Fundstelle. (Ich selbst war damals abwesend).
        

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