— 44 — (wie bei Nigritella) zum Teil aber um 90" gedreht. (Bei Gymnadenia steht die Lippe meist nach unten). Vergl. Sk. 30h. Andere Exem- plare (auch über Gapfahl) waren wieder etwas verschieden, z. B. recht grossblütig und mit auffallend breiter, schaufeiförmiger Lippe (Sk. 30c) mit dunkelrotem Sporn, der nur wenig kürzer ist als der Fruchtknoten, die Lippe steht nach oben. 6. Die Grüne Hohlzunge (Coeloglossum viricle) Ein anderer häufiger Bewohner unserer Alpen (Malbun, Va- liina, Lawena-Gritscb usw.) ist die nicht sehr auffällige, kleinere (13 — 20 cm) Hohlzungc. Die unteren Blätter sind breit oval, die oberen bedeutend schmäler. Die Tragblätter sind ziemlich lang, grün, bisweilen rot geädert. Die Blütenfarbe ist recht veränderlich: Ein Exemplar hat grüne Blütenhüllblätter und eine an den Rändern ziegelrote, in der Mitte hellgrüne Lippe. Ein anderes hat braune Blüten, die nur etwas Olivgrün zeigen (var. ferrugineum). In Lawena fand ich Exemplare mit glänzend grünen Tragblättern und Blüten- hüllhlättern und ziegelroter Lippe. Bisweilen ist die Lippe fast ganz olivgrün, höchsten.? etwas schwach bräunlich überlaufen. 7. Das Zwergknabenkraut (Chamorchis alpina) ^ast nur in der Alpenstufe über 2000 m kommt die zur sub- arktischen Zone gehörende kleinste Orchidee, das Zwergknaben- kraut vor. (La wena-Rappenstein-Falknis-Sareis-Augstenberg). Die grasähnliehen. schmalen Blätter überragen die kleine Aehre. (Das Pflänzchen wird oft keine 10 cm hoch). Die kleinen Blütchen haben ähnliche Färbung wie die Hohlzunge, die Lippe ist grüngelb. Die übrigen Gattungen der Monamlrae 1. L»ac Torf-Glanzkraut (Lipuns Loeselii) Murr hielt das Pflänzchen bei uns schon beinahe für ausgestor- ben. («Nur ein Exemplar bei Bendern»), 1952 fand ich zum ersten- mal einige Exemplare dieser Sumpforchidee im schon öfters er- wähnten Ried Schwabbrünnen. 1954 ging ich ihm etwas nach und
        

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