-39 -schon vorher abgebrochen worden). Der untere Teil des kräftigen, gerillten Stengels war dicht beblättert. Die Blätter waren sehr breit, grün (12 cm lang, 8 cm breit), derb mit stark hervortre- tenden Nerven. Die oberen Blätter waren viel schmäler (2,5 — 3 cm breit). Die Stütz- blätter verhältnismässig lang (das unterste 8 cm !) Sie waren steif, nach unten ge- richtet. (Sk. 27) Die Blütenähre ist.lang (die noch vorhandene 30 cm) mit vielen Blüten dicht be- standen (ich zählte 38 Blü- ten); die Blüten gross (Durch- messer 2,5 cm) lebhaft ge- färbt: Die 3 äusseren Blü- tenblätter, olivgrün-rot, aus- sen auch bräunlich, innen purpurrot überlaufen, die 2 inneren dunkelgrün, aussen mit deutlichem Nerv. Die Lippe ist lebhaft gefärbt die Schale braunpurpur, der Lappen purpur-violett. Das Schnäbel- chen war hellgelb. Unter ihm liegt der zweiteilige, ungestielte, hell- gelbe Staubbeutel. Hier kann man den Befruchtungsvorgang 6chön beobachten. Sobald man die Narbe berührt, klebt sich der Staubbeutel fest, das Deckelchen oben klappt auf und lässt den Staubbeutel heraus. Epi- pactis sind Wespenblumen. Man hat an den Blüten beobachtet: Vespa silvestris, vespa vulgaris, vespa austriaca, vespa rufa. (Vergl. Bertsch: Der Wald als Lebensgemeinschaft, S. 77) Die Wespe trinkt vom Honigsaft, richtet sich dann auf, berührt die Klebscheibe und zieht 
Sk. 27. Ep. latifolia oberer Teil des Blutenstandes
        

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