- 30 
- Andere Waldbewohner Sk. 17a. Blüte der Plat. bifolia Ä 
1. Die Waldhyazinthe (Piatanthera bifolia) Die Waldhyazinthe findet man über- all in unseren Laubwäldern, sehr häufig im Ried, auch noch auf höher gelegenen Wiesen. Ein vereinzeltes Exemplar fand ich Ende Juli 1954 über Gapfahl unter Nigritella, Gymnadenia usw., in etwa 1800 m Höhe. Auf Wiesen weist ein grösserer Trupp oft auf früheren Wald- bestand hin. Charakteristisch sind die beiden auf dem Bo- den aufliegenden grossen, ovalen Laubblätter. Die Blüten stehen locker, sind reinweiss, ausser der schmalen, unscheinbaren, grünlichen Lippe und verströmen besonders abends einen starken Nelken- duft. Der Sporn ist ausserordentlich lang und ist deutlich sichtbar bis zu einem Drittel etwa mit Nektar gefüllt. (Sk. 17a). 1953 fand ich unter Gaflei eine eigenartige Form, spornlos, auch sonst in der Blüte von der Normalform abweichend. Eine ähn- liche Form beschreibt Murr (55. Jahresbericht des K. K. Staatsgymnasiums Feldkirch 1909/10, S. 9). Im Juli findet man den Stengel oft vollbesetzt mit Samenkapseln. (Sk. 17). Sk.17. Hatanthera bif. Fruchtstand im August. Zu beach- ten sind die lan- gen vertrockneten Sporen 
2, Die Grünliche Waldhyazinthe (Piatanthera chlorantha) An ähnlichen Stellen wie die erste, nahestehende Art findet sich die grünliche Form, allerdings seltener im Tal. Sie wird gefunden z. B. auf den Grüscha- wiesen, über dem Erble und dann höher hinauf Provatscheng, Silum usw. Murr bezeichnet sie als «sehr verbreitet z. B. im Gebiet des Schellenbergs,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.