Die IIa» würz Zu den grössten Seltsamkeiten, unserer Flora gehören .die Insektenblumen: Die Hum- mel-Bienen-Spinnen- und Fliegenragwurz. So ganz ähnlich nun sind diese Blumen ihren tierischen «Vorbildern» gerade nicht, aber ihr Name entspricht vielleicht doch, da sie zum Zweck der Bestäubung das Insekt zu täuschen vermögen, das sie nachzuahmen scheinen. Solche Beobachtungen hat man we- nigstens bei Ragwurzarten im Mittelmeerge- biet gemacht. Bei uns kommt es oft nicht zur Samenbildung, vielleicht sind die «zugehöri- gen» Insekten ausgestorben, etwa in der Hall- stattzeit mit ihrer Klimaverschlechterung. (Vergl. Bertsch: Die Wiese als Lebensraum. S. 127 f). •Die 
Fliege-1. 
Die Fliege. (Ophrys muscifera) Sie blüht im Mai-Juni auf Kalkböden und, hat keine besonderen Wärmeansprüche. Sie findet sich bei uns auf trockenen Wiesen und sonnigen Hügeln, z. B. in Vaduz hinterm Waldhotel, auf den Waldlichtungen gegen Mühleholz, und weiter gegen Schaan, sie steigt auf bis zum Erble, bis nach Gaflei und Si- lum. Vereinzelt steht sie im Wald um das Absteigquartier, ferner Balzers usw. Murr (Neue Uebersicht über die Farn- und Blüten- pflanzen von Vorarlberg und Liechtenstein, Bregenz 1923 S. 69) gibt noch Kulm und Malbun an. Die «Fliege» ist die schlankste ihrer Gattung, etwas schwer auffindbar, aber nicht zu verwechseln. Die samtig behaarte. Lippe ist meist dunkelbraun mit einem hellen, eckigen Fleckchen. (Sk. 2) Die Fliege, bildet wahrscheinlich ganz selten Samen (durch Selbst- bestäubung?).
        

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