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;den strengen Anordnungen mehr als zweier Gefängniszeilen be- dürft hätte. •Die zur Landsgemeinde aufgerufenen Wehrmänner brauchten weder zu hungern noch zu dursten. Das Gastzimmer und der Saal bot dafür zulänglich Raum. Welches musste wohl die Amtsstube gewesen sein? War es das «Herrenstiible» (Siehe Skizze) oder die «Neue Stube»? Möglicher- weise waren beides Amtsräume. Das Nebenstüble (Nebenzimmer) war es kaum, denn die Verbindungstür gegen die Küche dürfte auf einen anderen Zweck (Speise- oder' Privatzimmer) 'verweisen. Viel- leicht wurde in der «Neuen Stube» mit dem grossen Ofen rechte der Türe, der Zoll abgefertigt. Jedenfalls geschah es in diesem Hause, da hier die Strasse -Feldkirch-Toggenburg- vorbeiführte21). Daselbst schaltete und waltete noch Zollerbascha22) seines Amtes als Zolleinnehmer. Er wurde später Besitzer (als «Baptist Fehr, Zoller, Rofenberg» im Grundbuch eingetragen) dieses Objektes. Das Herrenstüble hat vermutlich dem Landammann als Arbeits- zimmer gedient. Das geht schon daraus hervor, weil letzteres keine Türe zum Korridor besass und die Leute so im Gastzimmer darauf warten konnten, bis ihr Ländammanri wiederum frei wunde. Im ge- nannten Stüble'habe man, wie gesagt wird,' zu Kriegszeiten unter- handelt. Es fanden hier in Eschen, als dem Hauptort des Eschner- berges, auf der Schießsitätte die Wehrübungen statt23). Jeder Bürger, der das 16. Lebensjahr erreicht hatte, musste mit Wehr und Waffen zu den jährlichen Musterungen vortreten'und dürfte nicht heiraten, wenn er nicht nach der Milizordnung' gehörig bewaffnet war. Erging der Aufruf (z. B. das Lärmzeichen aus einer mannhaften Büchse), so musste sich jeder-Waffenfähige rrtit-Gewehr und Har- nisch versehen. Das Gericht zu Rofenberg hatte die Hauptleute zu bestellen. Dort wurden die Hauptmusterungen gehalten und Ge- wehr und Waffen auf den wehrfähigen Stan'd^geprüft24). Etwelches Kriegsgerät, wie z. B. Säbel und Gewehre^ auch ein kompliziertes ScWessgerät^ lag noch in der Dunkelkaromer (links im 1. Stock), in welcher auch das Archiv und die Landesfahne aufbewahrt war. Sei es, dass etwa vorhandene Fensterläden- den 'Lichteintritt behinder- ten oder die kleinen bleigefassten rundgläsigen Fenster verstaubt und beschmutzt waren, die genannte Kammer war (in der Zeit vor
        

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