— 217 — des sichtbar, jedenfalls als Rest ehemaliger Alpgebäude. Im Bran- dis'schen Urbar (1507) ist aber der «türren boden» neben «südtgen» als eigene Alpe genannt. Und im Hohenemser Urbar (1613) heisst es «die eigentümliche Alp hindern) Gulmen (gemeint ist «südtgen» = Sücka) davon zinsen der Zeit die Triessnerberger 165 fl». Es ist also wohl möglich, dass die Bezeichnung Siikka von den Wai- sern herkommt. Wenn sie auch die Alpe damals noch nicht als Eigentum besassen, haben sie diese doch zeitweise bewirtschaftet. Auch der Weg in ihr eigentliches und seit ihrer Einwanderung von ihnen bewirtschaftetes Alpgebiet, ins Marbuntal, ging über die Sücka. Verwandt mit Sücka ist jedenfalls auch das in Triesenberg noch gebräuchliche Verb «sötsche(n)». Es tut «sötscha» z. B. wenn man über eine sumpfige Stelle geht, oder wenn man Wasser in den Schuhen hat. Prof. P. Zinsli. Bern möchte (lt. briefl. Mitteilung) bei der Bezeichnung «Sügga» für fumpfige Stellen an germanische Her- kunft und an Zusammenhang mit sieben und sickern glauben. Er möchte den Ausdruck mit Vorsicht als Walserwort bezeichnen, «da er (nach dem Idiotikon) nur in Graubünden, im Urserntal, im Wallis, im ennetbirgischen Alagna und allerdings auch im St. Galler Ober- land (Ragaz, Mels, Flums) vorkommt, wo eine Walserbeeinflussung nicht undenkbar ist. Von den vielen Sücka-Namen im Rätischen Namenbuch von Planta und Schorta seien erwähnt: Sügga = Sumpf (in Says), Sügga = Ried (in Klosters), Sücka = sumpfige Wiese (in Saas), Süggji = Ried (in Conters i. Pr.), Sücka = kleiner Teich (in Davos). Die früher vielfach vorkommende Schreibweise «Sikka» für unser «Sücka» durch landfremde Amtsschreiber mag z. T. die Ur- sache für die falsche Namendeutung («Sicca» = dürre, trockene Alpe) gewesen sein. Zu den •'walserdeutschen Flurnamen von Triesenberg vergleicht auch die «Sammlung liechtensteinischer Flurnamen, von Josef Ospelt (Jahrb. 11 u. Jahrb. 20), ferner meinen Aufsatz «Die walser- deutschen Flurnamen des Malbuntales» in der Jahresschrift «Berg- heimat» 1953 des Liechtenst. Alpenvereins. David Beck
        

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