— 195 — wurden an dieser Stelle besonders viele Scherben der Melauner Kul- tur von der Art der «Laugener» Keramik gefunden. Von m 9 bis m 18 ist eine weitere, aber schwächer ausgeprägte Kulturschicht vorhanden, die etwas tiefer liegt und leicht gegen die Platzmitte zu abfällt. Die in diesem Profilteil sichtbaren und auch im Schnitt 7 und im anstossenden Feld 2 gefundenen grösseren Steine könnten wohl mit einem Wohnt)au in Verbindung stehen, und eine Planierung bedeuten. Zwischen m 19 und m 23, alber nochmals etwa 70 cm tiefer, liegt ebenfalls eine stärkere Kulturschicht. Besonders ausgeprägt ist diese zwischen m 19 und in 20, wo eine mit schwarzer Erde, Scherben und Tierknochen ausgefüllte Grube lag. Auch auf diesem Teil des Platzes scheint ein planierter Wohnhorizont zu liegen. Als letzte und tiefste Stufe erscheint von m 23 bis m 32 eine weitere Kulturschicht. Diese liegt bereits unten in der tiefen Mulde, etwa 60 cm unter der heutigen Oberfläche. Im Profil erscheint sie durch den Schnitt 8 unterbrochen. Die tiefere schwarze Schicht im Löss zwischen m 30 und m 32, 1,40 m unter dem Boden, war fund- leer und steinlos. Es dürfte sich um eine Bodenverfärbung, vielleicht um eine alte Oberfläche handeln. Zur Untersuchung wurden hier Bodenproben entnommen. Feld 1 Das Feld 1 umfasste einen Teil der mit schwarzer Kulturerde ausgefüllten Grube und die hangabwärts gegen SW liegende schwä- chere Kulturschicht. Die Grube keilte gegen den Fels bin allmählich aus. Auf dem Niveau von m 648,20 lagen, mehr gegen den Fels zu, eine Anzahl plattige Steine. Herdstellen oder Pfostenlöcher konnten nicht beobachtet werden. Ein Hüttenplatz ist hier uniwahrscheinlich. Auch wurden im ganzen Feld 1 keine Knochen gefunden. Was die Grube mit der schwarzen Kulturschicht bedeutet, konnte nicht fest- gestellt werden. Möglicherweise war es eine Abfallgrube. Der obere Teil von Feld 1 und der Schnitt 9 lieferten an Funden hauptsächlich Keramik, wie sie die Abbildungen 9, 10 und 11 zeigen, also grössten- teils typische Melauner-Keramik, in der «Laugener-Ausprägung» wie wir sie bereits von Gutenberg-Balzers und in einzelnen Stücken 13*
        

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