— 185 — lind eine Breite von 42 cni. Die Zeichnung ist in feinen, präzisen Tuschstrichen ausgeführt und mittel« Aquarellfarben wurde eine recht abwechslungsreiche und doch diskrete Tönung erzielt. Die Karte ist nicht datiert. Ihre Entstehung dürfte etwa in die Zeit von 1780 bis 1810 fallen. Auf die Gründe, die zu dieser Zeitbestimmung führen, komme ich später kurz zu sprechen. Aus der ausführlichen Legende darf sicher geschlossen werden, dass es sich 1. um eine Wuhrkarte handelt und 2. dass diese wohl als integrierender Bestand- teil zu einem Entscheid in einer in jener Zeit immer wieder auflo- dernden Grenzstreitigkeit angefertigt wurde. Dieser Entscheid, oder vielleicht das friedliche gegenseitige Übereinkommen aber ist bis heute nicht bekannt. Es ist aber leicht möglich, dass dieses dazuge- hörige Dokument gelegentlich in einem Gemeindearchiv diesseits oder jenseits des Rheines zum Vorschein kommt, wie das beispiels- weise bei der Traehterwubrkarte in Triesen der Fall war (siehe Historisches Jahrbuch 1951). Ich glaube kaum, dass wir irgend eine andere Darstellung von den Verhältnissen am Rhein aus dieser Zeit haben, die mit solcher Ge- nauigkeit all die damals in diesem Gebiet bestehenden Streichwuhre, Schupfwuhre, Wuhrköpfe u. s. w. zeigt. Ein Vergleich mit der etwas früheren, unter I beschriebenen Kolleffelkarte ergibt im allgemeinen Übereinstimmung der beiden Darstellungen, wobei allerdings berück- sichtigt werden muss, dass die in St. Gallen liegende Karte vir! mehr ins Detail gehen konnte, weil sie nur die obersten drei Rhein- kilometer festhält, während Kolleffel alle 26 zur Darstellung brachte. Die Balzner Wuhrkarte ist also sozusagen ein ausführlicher Detailplan zur Kolleffelkarte. Es wäre verlockend, eine weitere Besprechung dieser Wuhr- karte. zu bringen, doch glaube ich darauf verzichten zu können, da der Vorstand des Historischen Vereins auch hier eine Wiedergabe der Karte in ziemlich grossem Maßstabe beschloss, sodass sie so nun auch jedermann zugänglich wird. III. Um den «Plan Wahlen» möglichst erfüllen zu können, wurde zu Beginn des 2. Weltkrieges von den Gemeinden auf Geheiss der Regierung möglichst viel Pflanzland bereitgestellt, damit jedem
        

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