— 162 — gung des eigenen Bodens gebraucht werden.34 Man scbloss die Verträge, «belebt . . . von dem Verlangen, alle Souveräne Deutsch- lands zur gemeinsamen Sache zu vereinigen und sie an den Wohl- taten der Unabhängigkeit ihres Vaterlandes theilnehmen zu lassen.»35 Die achtzig Liechtensteiner sollten dem achten Armeecorps einverleibt werden; Metternich verlangte, dass die Hälfte der Mann- schaft bis zum 12. Januar 1814 gestellt sein müsse. Ein Kurier über- brachte dem Fürsten die Forderung. Die Zeit drängte. Allein Fürst Johann musste die Alliierten auf die Unmöglichkeit der Erfüllung jenes Befehls aufmerksam machen: «J'ai fait expedier aujourd'hui les ordres les plus precis ä Vaduz, d'accomplir avec la vitesse pos- sible le contingent demande par le traite.»36 Aber die Durchführung des Befehls nehme mehr Zeit in Anspruch, als ein rascher Befehl es vorsehe.37 Bestürzt begann man im Fürstentum zu organisieren. 2. Die Aufgebote im Fürstentum Der frühere Gesandte beim Rheinbund, Schmitz von Grollen- burg, war mit Baden in Unterhandlungen getreten, um abzuklären, unter welchen Bedingungen das liechtensteinische Kontingent zu den badischen Truppen stossen dürfe.38 Fürst Johann war mit dem Vorgeben seines Gesandten einverstanden,39 nicht ahnend, dass er damit seinen zweiten Gesandten Floret erzürnen würde. Der liech- tensteinische Feldmarschall sah sich genötigt, den Ergrimmten zu trösten: «Je regois dans toutes les occasions mon excellent et in- telligent ami Floret; vous n'avez lieu, mon eher ambassadeur, d'etre jaloux de mon envoye Grollenburg, il me coüte eher en revanche il est moins eher a mon coeur.»4" Die Beziehungen zu Floret scheinen 34. Art. IX der Verordnung des alliierten Militärkommandos. 35. LRA. SR. Fasz. C 4, Vertrag mit Österreich, 7. Dez. 1813. 36. HHSTA., Kleinere Betreffe, dipl. Korrespondenz, 6a, Liechtenstein 1806 — 1840, Fürst an Metternich, 29. Dez. 1813. 37. 1. c, Fürst an Stein, 29. Dez. 1813. 38. I. e., Gesandter an die Hofkanzlei, 17. Jan. 1814. Der Gesandte hatte auf Anfrage heim Generalkommissär der Alliierten erfahren, die liechten- steinischen Truppen müssten hadischen Einheiten eingereiht werden. 39. I. c, Hofkanzlei an Grollenburg, 25. Jan. 1814. 40. I. c, Fürst an Floret, 20. Jan. 1814.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.