11 Einleitung Seit Jahrhunderten bildete das Gebiet des heutigen Fürstentums Liechtenstein mit seinen 159,516 km2 Flächeninhalt1 eine feste po- litische Einheit, ohne dass der Verlauf der Grenzen je eine wesent- liche Änderung erfahren hätte.2 Wohl aber wechselte die Obrigkeit im Ablauf der Jahrhunderte: Die Grafen von Werdenberg3 schufen durch die Teilungsurkunde vom 2. Mai 1342 den Kern zum Terri- torium des heutigen Fürstentums.4 Adels- und Grafengeschlechter lösten sich in'der Regierung ab. Die Freiherren von Brandis herrsch- ten von 1400 his 1507,5 die Grafen von Sulz von 1507 bis 1613," die Grafen von Hohenems 1613—-1712,7 und endlich folgten die Für- sten von Liechtenstein. Bis Mitte des • 19. Jahrhunderts besuchte kein Fürst von Liechtenstein das Ländchen, weil die grosse Entfer- nung von der österreichischen Hauptstadt und-die Bedeutungslosig- keit des armen Fürstentums eine mühsame, weite Reise nicht lohn- ten8. Indessen vertraten Landvögte die regierenden Fürsten» Dieser 1. W. Fach, Landeskunde des Fürstentums Liechtenstein, Dornbirn 1938, 6. 2. Vgl. Urbarien, 66 f. Weitere Quellen : LRA. AR. Fasz. 18 XVII, 13. Dez. 1806, Auszug aus dem Vertrag zwischen Kaiser Maximalian und dem Grafen Rudolf von Sulz anno 1515 im Betreff der Grenzziehung; Jos. Fischer, Die älteste Karte vom Fürstentum Liechtenstein mit einem Faksimile der Karte. JB. (1910) 163 ff.; Ritter, Urkunden, 96. 3. Vanotti, Gesch. d. Grafen von Montfort u. Werdenberg, Mitteilungen zur vaterländischen Geschichte (1845); Paul Diebolder, Graf Hertmann III. v. Werdenberg-Sargans, der erste Graf von Vaduz, JB. (1939) 33 ff.; derselbe. Graf Heinrich I. v. Werdenberg-Sargans zu Vaduz JB. (1935) 3 ff.; derselbe, Hartmann II. v. Werdenberg-Sargans zu Vaduz, JB. (1937) 101 ff. 4. Teilungsurkunde zwischen den Grafen Hartmann und Rudolf von Werden- berg, JB. (1908) 99 ff.; ferner: Liecht. Urkundenbuch 1944, 207 ff; vgl. Jahr- buch für Schweiz. Gesch. Bd. VIII (1883) 127; A. Ritter, Ansprache gehalten vom Landtagsvizepräsidenten, JB. (1949) 26. 5. KB. 268 ff.; P. Bütler, Freiherren v. Brandis, JB. (1911) 143 ff. 6. KB. 353 ff. 7. Welti, 104 ff.; KB. 413 ff. 8. F. J. Kind, Peter Kaiser, JB. (1905) 27; Fürst Alois besuchte 1842 das Land; vgl. Kdm. 177, Anmerkung 2.
        

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