— 92 — wechscllagern ohne wesentliche Beteiligung von Schieferragen mit- einander. Erst etwa 40 m über der Basis schalten sich in vermehr- tem Masse Mergelschiefer zwischen diese Gesteine ein. Da nur wenige verschiedene Gesteinstypen in dieser Serie auf- treten, erscheint sie im ganzen genommen sehr eintönig. Der recht massige Aufbau, besonders der Basis, gibt Anlass zur Bildung von markanten Geländeformen, von steilen Ruschein oder Stufen in den Töbeln, von Kuppen und Steilborden zwischen den Töbeln. Im Verlaufe der Feldaufnahmen erhielten wir mehr und mehr den Eindruck, dass die Gaschlöserie nicht als das normale Han- gende der Fanölaserie aufzufassen sei, sondern als ein von Süden aufgeschobener Komplex betrachtet werden müsse. Im Efiplanken- tobel bildet die Gaschlöserie die Steilstufe von 800 m an aufwärts. Die zähen Sandsteine und Kieselkalke sind an der Basis dieser Stufe stark zerrissen und phakoklisch verwalzt. Der oberste Abschnitt der Fanölaserie ist hier ebenfalls stark tektonisch mitgenommen verfallet und verwalzt - - worden. Auch im Grosslochbachtobel stellt man oberhalb des Zusam- nienmünderas von Plankner- und Wasserzugtobel stärkere tekto- nisohe Beanspruchung fest als weiter unten. Diese tektonischen Indizien würden aber noch nicht genügen, um eine Ueberschiebung einer ortsfremden Serie zu beweisen. Die massige Ausbildung des unteren Teils der Gasohioserie könnte, auch wenn die Serie normalstratigraphisch über der Fanölaserie liegen würde, wegen des abweichenden mechanischen Verhaltens gegen- über der plastischeren Fanölaserie, zu Differentialbewegungen An- lass gegeben haben. Zwischen dem oberen Abschnitt der Fanöla- serie und der Gaschlöserie könnte auf diese Weise eine Absche- rungsfläche ausgebildet worden sein, an welcher sich kurze Ueber- schiebungen vollzogen und stärkere Verwalzungen erfolgten. Indessen spricht ein anderer Umstand deutlicher dafür, dass die Gaschlöserie nicht als das normale Hängendste des Vorarlber- gerflysches anzusehen ist : Vergleicht man nämlich die Serie mit dem Vaduzerflysch, so stellt man eine überraschende Aehnlichkeit der Ausbildung fest. Besonders die Uebergangszone von der kom- pakten Schlössen? zu der Eichholztobelserie, die reicher an Zwi-
        

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