— 69 — Die plattigen, meist dichten, seltener feinkieseligen Kalke und die Ton- bis Mergelschiefer stimmen lithologisch mit denen der Planknerserie vollkommen üherein. Es sei deshalb auf die Beschrei- bung im Abschnitt Planknerserie verwiesen. Fossilführung- und Alter In den zahlreichen aus der Schwabbrünnenserie angefertigten Dünnschliffen konnten nur wenige Fossilien nachgewiesen werden. Diese stammen aus den etwas kalkig-tonigen, sehr feinkörnigen Sandsteinvarietäten. Es handelt sich hauptsächlich um eine Assozia- tion von kleinen Globigerinen mit Gümbelinen und Anomaliniden. Wichtiger ist der Nachweis von zweikieligen Globotruncanen aus der Lapparenti-Gruppe. Die meisten dieser Fossilien lassen eine nähere Bestimmung nicht zu. Ein günstiger Schnitt lässt Globotrun- cana lapparenti cf. bulloides Vogler erkennen. Da einkielige Globotruncanen fehlen und da auch keine jüngeren zwei- kieligen Globotruncanen nachgewiesen werden konnten, darf für die Schwabbrünnenserie mit grosser Wahrscheinlichkeit turones Alter angenommen werden. Die globotruncanenführenden Gesteins- proben wurden dem Steinbruch Schwabbrünnen entnommen. Die Mächtigkeit Es ist schwierig, die normale Mächtigkeit der Serie zu schätzen. Einmal ist uns ja nirgends eine untere Grenze bekannt, da am Fusse des Flyschsockels von der österreichischen Grenze bis zum Schuttkegel der Forstrüfe die Gesteine dieser Serie das Liegendste bilden. Weiterhin ist die Lagerung an vielen Stellen recht gestört. Besonders östlich des Grosslochbaohes sind Faltenbildungen und Verschuppungen innerhalb der Serie recht häufig, sodass dort eine zu grosse Mächtigkeit vorgetäuscht wird. Im Grosslochbaohtobel, wo die Lagerung noch relativ ruhig erscheint, ergibt sieb eine Mäch- tigkeit von ca. 130 m, wobei aber die untersten Aufschlüsse be- stimmt nicht mit der Untergrenze der Serie zusammenfallen. Man darf wohl sagen, dass die Mächtigkeit im Minimum 150 in, vielleicht aber auch weit mehr betrage. 5 *
        

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