— 54 — durch neue, oft ganz gegensätzliche, ersetzt. Für denjenigen, der sich einmal in der Namengebung der verschiedenen Autoren zu- rechtgefunden hat, liest sich diese Erforschungsgeschichte so span- nend, wie das Protokoll einer Gerichtsverhandlung. Wir wollen versuchen, die wichtigsten Etappen« auf dem Weg der Erforschung der Flyschzone bis zum heutigen Zeitpunkt kurz zu skizzieren. In seiner Dissertation hat D. Trümpy (1916) den. Triesner-, Vaduzer- und Vorarlbergerflysch nur kurz vergleichend behandelt. Seine Feststellung, es handle sich bei diesem Flyschkomplex um eine selbständige Flyschdecke, bedeutet eine für jene Zeit mutige und damals kaum anerkannte Annahme. Mit der ihm eigenen guten Beobachtungsgabe verglich er den Flysch der östlichen Wildhauser- mulde mit dem Flysch des Frastanzersandes. Beide Annahmen er- wiesen sich später als prinzipiell richtig. Etwa in die Zwanzigerjahre dieses Jahrhunderts fallen die er- sten Gliederungsversuche der Flyschzone Vorarlbergs und des All- gäus. Ohne genügende palaeontologische Grundlagen, die für eine zuverlässige stratigraphische Gliederung unerlässlich sind, wurden bereits ,Alter6annahmen gemacht und Aussagen über die stratigra- phische und tektonische Stellung der Flyschkomplexe gewagt. 1922 sprach sich M. Richter für eine Zugehörigkeit des ge- samten südlichen Flyschzuges vom Rhein bis an die Iiier zur hel- vetischen Schiohtfolge aus. Er gliederte die Flyschzone in Sandsteinzone («Oberzollhrücker Sandstein») «Unteroligocän» Kalkzone mittleres und Quarzitzone «mittleres Eocän oberes Eocän Wildflysoh Obersenon» Im Gegensatz zum Allgäu- Vorarlbergerflysch nahm er für den südbayrischen Flysch oberkretazisches Alter und eine bstalpine Stellung an. Ebenso hielten Arn. Heim (1923) und H. W. S c h a a d (1925) die Flyschzone für das normale Hangende der helvetischen Kreide.
        

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