- 53 — DER VORARLBERGER-, VADUZER- UND TRIESNERFLYSCH I. Historisches Die Flyschzone, welche in Liechtenstein den Sockel der Drei Schwestern-Kette bildet, stellt bloss einen kleinen Ausschnitt aus der komplexen Flyschzone von Vorarlberg und dem Allgäu dar. Eine eingehendere Bearbeitung hat dieser liechtensteinische Ab- schnitt der" grossen Flyschzone nie erfahren. Liechtenstein kann deshalb in Bezug auf die Erforschungsgeschiohte der Vorarlberger Flyschzone nicht als «historisches Gelände» bezeichnet werden. Um einen Einblick in die Probleme zu vermitteln und den Gang der Erforschung dieser Flyschzone zu verfolgen, müssen wir über die Grenzen nach Osten, aber auch nach Westen und Süden hinausgehen. Die eigentliche Untersuchung der komplexen Flysch- zone von Vorarlberg und des Allgäu, zu welcher auch unser Unter- suchungsgebiet gehört, setzte vor rund drei Jahrzehnten ein. Erst nachdem die Erforschung der besser bekannten helvetischen und oberostalpinen Anteile der nördlichen Kalkalpen ihr Ziel grossen- teils erreicht hatte, konnte daran gedacht werden, die Lösung der mannigfaltigen Probleme der Flyschzone in Angriff zu nehmen. Lässt sich die Flyschzone gliedern ? Welches Alter besitzen die ihr angehörigen Schichtkomplexe ? Welche tektonische Stellung nimmt diese Flyschzone ein und wo lag der Bildungsraum ihrer Sedimente, wenn man sich die Decken abgewickelt denkt ? So lauteten die Aus- gangsfragen. Von etwa 1920 an begann in der Erforschung der Flyschzone eine stürmische und sehr bewegte Entwicklung. Oft haben sich die Gemüter in heftigen Diskussionen erhitzt.; in kurzen Zeitabständen haben manche Autoren ihre früheren Ansichten aufgegeben und 4 *
        

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