— 51 — zt:s (Dipliyoideskalkgruppe) dem Valanginien an- gehört. Der Uehergang zu den hangenden Hauterivienschie- f e r n (rauh und feinsandig, flaserig) ist unscharf. Der Unterschied zwischen oberer Dipliyoideskalkgruppe und unterer Kieselkalk- gruppe ist folgender : Die obere Dipliyoideskalkgruppe besteht eher aus einer Wechsellagerung von ganz feinblätterigen, weisslich bis silbergrau anwitternden Mergelschiefern mit im Bruch dunkel- grauen Kalkplättchen, während der untere Teil der Kieselkalk- gruppc aus dunkelgrauen, weichen, etwas sandigen Mergelschiefern, die eine ziemlich homogene Folge bilden, besteht. Die etwa 400 Meter mächtige, schieferig^sandige und sehr monotone Serie der unteren Kieselkalkstufe bildet zusammen mit dem Diphyoideskalk den steilen Westahfall des Tschingels. Der obere Rand dieser Steil- wand und mit ihm die nach Osten abfallende, von uns aus nicht sichtbare Flanke des Nordteils des Fläscherberges, besteht aus här- terem, kompaktem und bankigem Hauterivienkieselkalk (ca. 100 Meter mächtig), der im Norden im Schlosshügel von Gu- tenberg nochmals angetroffen wird. Nach einem kurzen Abstieg zum Ellsteingütli erreichen wir in kurzer Zeit die romantische Ecke des Heidenkopf. Der Rhein um- spült hier einen bewaldeten Felsvorsprung, der etwa 80 — 100 Me- ter hoch ist und aus verschiedenen Doggergesteinen be- steht, welche die Basis der ganzen Schiohtfolge bilden. Bräunliche Kieselkalke, flaseriger, rot verwitterter Eisensandstein, konglome- ratische Bänke und Echinodermenbrekzien stehen hier an. Lo- renz (1900) hat daraus zahlreiche Ammoniten gesammelt. Eine ausführliche Detailbeschreibung des hier aufgeschlossenen Dogger- profils gibt Arn. Heim (1916, S. 527 — 529). Nach ihm ist es nicht ganz sichergestellt, wie sich die einzelnen Schiohtglieder auf die einzelnen Doggerstufen verteilen. Tektonisch stellt der ganze Doggerkomplex die Stirn einer lokalen, liegenden Antiklinale mit siidwest-nordost-streichender Faltenachse dar. Weiter im Norden fehlt der Dogger, während Schiltschichten und Quintnerkalk der Ellhornwand über eine tiefere Schuppe von Malm (aufgeschlossen am Rheinufer bei «Im freien Berg» und an der Westecke des Ell- horns) zu liegen kommen.
        

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