— 50 — Nach diesem Rundblick betrachten wir nun unsere nächste Um- gebung, nämlich das Ellhorn, auf dem wir stehen, und den Westrand des eigentlichen Fläscherberges. Guten Einblick in die Schichtfolge (cf. Fig. 6), mit Ausnahme der von hier aus nicht sichtbaren Doggerbasis, erhalten wir, wenn wir an die Steilnische des Mozentobels hinüberblicken. Aus der grossen Schutthalde an der Basis schiessen die hell- grau anwitternden Wände des Malmkalkes fast senkrecht empor. Der wenig gegliederte, massige Komplex besteht in seinem untern Teil aus etwa 100 Meter unterem Quintnerkalk. Darüber erkennt man ein 15 — 20 Meter breites Band mit plattigen Kalken und zurückgewitterten, mergeligen Lagen, das vom Gonzen her als sogenanntes Mergelband bekannt ist. Nur fehlt hier, verglichen mit der Schichtfolge am Gonzen, von einem darunterliegenden Erz- horizont jede Spur. Auch über dem Plattenkalkband entspricht die Schichtfolge derjenigen am Gonzen und besteht aus ca. 70 Meter mächtigem oberem Quintnerkalk. der sich zu unserem Stand- ort herüberzieht. Der ganze, sanftgeneigte Osthang des Ellhorns be- steht aus ihm. Der Übergang vom oberen Quintnerkalk in die hangen- den unteren Ze in entsteinschichten ist gut sichtbar. Letztere bestehen aus einer Wechsellagerung von schwarzen Schie- fermergeln mit Kalkbänken und gehen nach ca. 70 Metern nach oben allmählich in schwarze Mergelschiefer über, in welchen nur noch untergeordnet plattige Kalkbänkehen vorkommen. Diese Aus- bildung ist mit den ob e r e n Zementsteinschichten der Alviergruppe vergleichbar. Ohne scharfe Grenze schliessen nach oben ca. 60 Meter schwarze und bräunliche Mergelschiefer mit da- zwisohengeschalteten mergeligen Sandsteinplättchen an, welche die unterste Kreide (Berriasien) vertreten. Diese relativ weichen, der Erosion rascher anheimfallenden Gesteine (obere Ze- mentsteinschichten bis Berriasienmergel) boten Anlass zur Entste- hung des Elltälchens. Über den Berriasienmergeln setzt nach oben eine 40 — 60 Meter mächtige Folge ein, die unten aus dünnplattigen, im Bruch dunkelgrauen Kalken (typischer Diphyoideskalk) be- steht, im oberen Teil sich schiefrig aufzulösen beginnt und als Gan-
        

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