- 36 - 7. Die Lochwaldschicht (mittleres Cenoman) a) Verbreitung Die phosphoritische, massenhaft Fossilien führende Schicht im Liegenden der Aubrig-Knollenschichten ist gemäss ihrer Stellung im oberen Teil des stratigraphischen Profils besonders am Westfuss der abtauchenden Antiklinale und in den äussersten ^Teilen der beiden Antiklinalschenkel zu finden. Gut aufgeschlossen ist sie in der Umgebung von Bendern, zwischen Bendern und Eschen, bei Gamprin, südlich Ruggell und in vereinzelten, unzusammenhängen- den Aufschlüssen an der Nordflanke über dem Ruggeller Riet. b) Lithologische Ausbildung und Stellung im Schichtverband In einem lilabraunen, dichten Kalk sind grosse Glaukonitkörner zerstreut oder in Nestern und Schlieren eingelagert. Der reichlich eingeschlossene Phosphorit bildet Knollen ; auch ist ein Grossteil der Fossilien phosphoritisiert. Der lithologische Charakter gleicht dem der Knollenschichten, in welche die Lochwaldschicht auch- ohne scharfe Grenze übergeht. Im Profil «Stelzen», wie auch im Steinbruch Limseneck, stellt man fest, dass die Basis der Lochwaldschicht aus feinkörnigem Glaukönitsandstein (ähnlich dem Niederisandstein) besteht, der ge- gen oben hin gröber wird. Darin treten die Fossilien zuerst spärlich eingestreut, dann immer dichter zusammengelagert auf. Gegen oben hin nimmt der Kalkgehalt zu und leitet allmählich zu den typischen Knollerischichten über. Die Fossilien werden wieder spärlicher und reichen vereinzelt in die. untersten knolligen Lagen hinein. Ueberall am Schellenberg kann eine Mächtigkeit von 1,5 — 1,9 m. konsta- tiert werden. Eine wohl begrenzte, nur 0,5 m messende Lochwald- schicht, wie sie A r n. H e iah (1934, S. 267) bei «Auf der Au» be- schreibt, existiert nicht. cV Dünnschliff ,» . Ein Dünnschliff vermittelt folgendes Bjld : In einer dichten, calcitischen Grundmasse (ca. 85 Vo) befinden sich locker eingestreute, kleine, scharf eckig begrenzte Quarzkörner. Der Glaukonit, in Form von grossen, rundlichen, tiefgrünen Inseln, die aus einzelnen Körnchen-
        

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