- 26 - il) D ü n n s c h 1 i f f Ein Schliff durch eine Phosphoritknolle enthält zahlreiche Organismenreste: Fischzahn (prachtvoll längs getroffen) Querschnitte von Crinoidenstielgliedern Bryozoenresle Milioliden u. a. Kleinforaminiferen Pyrit kommt als feine Einstreuung und in körnigen Aggregaten vor. 3. Fragliche Luiteremergel (Gargasien) Im Profil dos Steinbruchs Nofels wird die Luitere-Fossilschicht ohne scharfe Grenze von 1,5 in mürben, schwarzgrauen, mergelig- sandigen Schiefern überlagert, welche zur Bildung einer kleinen Hohlkehle Anlass geben. Man findet jedoch nicht die typische Aus- bildung, 'die in der Zentral- und Ostschweiz mit dem Namen Luitere- mergel bezeichnet wird und aus weichen, sammetigen Mergeln be- steht, sondern es sind diese Schiefer eher als lithologische Abart der Gamserschiefer zu betrachten, in welche sie auch ohne scharfe Grenze übergehen. Fossilien konnte ich darin keine finden. Aus diesen Gründen wurde dafür auf der Karte keine besondere Aus- scheidung vorgenommen und diese Mergelschieferlage zu den Gam- serschichten gerechnet. Arn. Heim und 0. S e i t z (1934, S. 226) beschreiben ana- loge glaukonitische Schiefermergel von der Talstrasse 500 m östlich der Ruine Tosters, die sie mit den Luiteremergeln vergleichen. 4. Die Gamserschichten (Gargasien) a) Verbreitung Die Gamserschichten nehmen am Schellenberg neben dem Oberen Schrattenkalk die grösste Fläche ein. Der Schrattenkalk wird von diesen Gesteinen, die neben ihm das hauptsächlich formen- gebende Element darstellen, wie von einem Rahmen eingespannt. Die grö&sle flächenhafte Verbreitung erlangen sie an den beiden Enden des Berges an der Gegend von Bendern im Westen und Nofels im Osten. Morphologisch treten sie als treppeniförmige Ab- sätze schroff über die weicheren Geländeformen des Scbratten- kalkes hervor. In der Bruchregion beim Lutzengütle (siehe Tek- tonik, Seite 45) sind an ihrem Ostfusse die Wohnstätten der stein- zeitlirlien Besiedler angelegt worden.
        

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