- 2.>l zeichnendes bedeutet, so wird es sich um einen Priester handeln, der sich um seine Pfarrei besonders verdient gemacht hat. Man könnte da- her an den 1454 genannten Pfarrer Kaspar Amann denken, der auf seine eigenen Kosten das Pfrundhaus von Eschen neu erbaute.') Wenn die hier beschriebene Grabtafel auch das ungelenke Werk eines ländlichen Meisters darstellt, so bildet sie doch eine bedeutsame Bereicherung des Liechtensteiner Denkmälerbestandes. Sie ist die einzige bis jetzt bekannt gewordene mittelalterliche Grab- tafel des Landes und zudem existieren neben ihr in der ganzen Diö- zese Chur nur noch zwei gotische Grabmonumente mit Bildnissen : Das Epitaph des Domdecans Albero \ on Montfort (t 1311) und der Sarkophag des Uiscbofs Ortlieb von Brandis (t 1492), beide in Chur. Wir haben also Grund genug, uns dieses Fundes zu freuen. Erwin Poeschel Koos, Rösle, Röser und weitere Flurnamen In einem einleitenden Aufsatz zur liechtensteinischen Flur- namenforschung habe ich letztes Jahr an dieser Stelle dargetan, wie die Flurbezeichnungen hauptsächlich entstanden sind. Mit den fol- genden Zeilen möchte ich nun aufzeigen, wie eine lange Reihe teils ganz verschieden lautender Flurnamen auf eine und dieselbe alte Einrichtung zurückgehen kann. Da der Wirtschaftszweig, dem diese Einrichtung diente, aufgegeben wurde, verloren die daraus ent- standenen Flurnamen allmählich den Inhalt und machten dann im Verlaufe der Zeit in den einzelnen Gemeinden des Landes eine von einander abweichende Entwicklung durch. Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, dass sich in frühe- ren Jahrhunderten unsere Vorfahren nicht nur mit Speis und Trank seihst versorgten, sondern dass sie sieh auch die Gespinstfasern für ihre Kleider und Wäsche selber beschafften. Neben der Schafwolle wurden vorab die Fasern des selbstgcpflanztcn Hanfes und Flachses zu Geweben verarbeitet. I) J. B. Rächet, Geschieht« der Pfarrei fachen, Jalirbuih 1026, S. 22.
        

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