Grösse : 70'90 cm. Stammt aus der alten; längst abgetrage- nen Kirche in Triesen. «2. Ölbild aus der gleichen Zeit und ebenfalls aus der alten Triesner Kirche stammend, darstellend eine Brücke über einen Schloss- oder Stadtgraben. Auf der Brücke stehen Sol- daten, unter deren Aufsicht halb nackte Menschen aus dem Thor geführt und in den'Graben gcworffen werden.'Grösse 10'40 cm. »3 u. 4. Bruchstücke von ähnlichen Bildern. . Aus idieser Aufzeichnung, die ganz eindeutig unsere Flügel- reste beschreibt, folgt, dass die Tafel, weil als Nl aufgeführt, in jungen Jahren in seinen Besitz kam, wie schon berichtet, —' ferner dass ihm der Zusammenhang der Bruchstücke '•nicht klar' wurdei. sonst würde er anders registriert oder später die Eintragirrig corri- giert haben. Die Erklärung hiefür liegt nahe. Was am Bild deutlich und klar vorliegt, ist die Darstellung der Marter der Zehntausend, die so teppiohartig auf die Bildfläche verteilt ist, dass, sie gerade so unserm Künstler den tiefsten Eindruck machte, ohne für ihn nach einer Ergänzung des Bildes zu fordern. Die rückseitige Dar- stellung ist so schlecht erhalten, dass sie kaum mehr zu deuten, also interessierte sie ihn nicht. Zudem hing das Bild an der Wand und war so unter gewöhnlichen Umständen nur von der enen Seite zu besehen. Die Bruchstücke 2 — 4 können für die Darstellung der Marter vorerst zusammenhangslos erseheinen, weil die Darstellnug ohne Übergang ein neues Grössen Verhältnis aufweist, weisen aber für die Geisselung unmittelbar auf die Bilderergänzung, doch diese Seite war für ihn belanglos. Wenn wir zudem in Betracht ziehen, dass keine Schnittfläche mit der andern auch nur annähernd zu- sammengeht, wird es irgendwie verständlich, dass Nigg diesen Zu- sammenhang übersehen konnte, so oft er sich auch in sein Bild ver- tieft haben mag. Die gleichen Gründe gelten, dass selbst Pöschcl die Darstellung der Geisselung missverstehen konnte. Er erklärt-die Darstellung als einen Vorgang aus dem Martyriuni der Zelintausi nd. worin ihn das Visitationsprotokoll 'bestärkt haben mag. weil es von nichts anderem berichtet.
        

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