— 206 — zusammenzutragen. Einige Analysen wurden von meinem Studien- kollegen dipl. ing. ehem. H. R. Holderegger, Trogen, ausge- führt, dessen Arbeit ich hier bestens verdanke. Bei der folgenden Beschreibung der hydrographischen Verhält- nisse sind wir nach Gebieten vorgegangen, welche Einheiten im geo- logischen Sinne bilden, da anf diese Weise die geologische Bedingt- heit der Hydrographie besser zum Ausdruck kommt, als bei einer Ordnung der Quellen nach den verschiedenen Quelltypen. 1. Die Wasserverhältnisse am Schellenberg Das Problem der Wasserversorgung war für die Dörfer am Schellenberg von je her akut und gewann mit der Zunahme der Bevölkerung und dem durch die modernen Lebensbedürfnisse ge- steigerten Wasserbedarf immer mehr an Bedeutung. Schon die Betrachtung der geologischen Karte lässt die Aus- sicht auf viele ergiebige Quellen als äusserst gering erscheinen : Crosse Gebiete des Schellenberges werden von Schrattenkalk ein- genommen, in welchem das Wasser in unzähligen Klüften und Brutbspalten leicht versickert und nur zum kleinsten Teil ober- flächlich wieder austritt. Auch die quarzsandigen Schichtglieder im Hangenden des Schrattenkalkes erfüllen keine für die Entste- hung von Quellen günstigen Bedingungen. Sind diese Schichten we- nig gestört, so fliesst das Wasser über die Schichtplatten wie über einen Schild oberflächlich ab, an Orten aber, wo sie durch Brüche und Klüfte zerhackt sind, sickert es in den Schrattenkalk durch und wird von diesem wie von einem Schwamm aufgesogen. Nur die Anhäufung der mächtigen glazialen Bildungen bei Eschen und Mauren verspricht mehr Aussicht auf Quellen. In der Tat sind denn auch die Moränenquellen weitaus der vorherrschende Quelltypus am Schellenberg, doch erweisen sich auch hier die Quellerträge als zu gering, um für die Wasserversorgung der Ort- schaften zu genügen. Deshalb wurde in den Dreissigerjahren dieses Jahrhunderts dazu übergegangen, Wasser aus dem Gebiet oberhalb Schaanwald (für Mauren) und Nendeln (für Eschen) zu fassen. In Ruggell wird das Grundwasser der Rheinebene in Hunderten von Ziehbrunnen genutzt. Am prekärsten bleibt die Situation noch im-
        

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