— 201 — Freund F. A 1 1 e ni a n n, der dieses Gebiet untersuchte, wird da- rüber berichten. Der Triesner Bergsturz selber ist ohne Lössbe- deckung. Im Gebiet des Fläscherberges haben wir den von Trümpy beschriebenen und von Heim kartierten Lössaufschluss am Rheinufer nördlich des Haidenkopfes aufgesucht. Wir konnten darin ebenfalls die bekannten Lößschnecken finden. Zusammenfassend kann über den Löss im Fürstentum Liechtenstein gesagt werden : 1. Die Verlössung betrifft mehr oder weniger den ganzen Schellen- berg. Zwischen Schaan und der österreichischen Grenze stellten wir keinen Löss fest. Es ist aber gut möglich, dass er primär auch in diesem Gebiet abgelagert worden ist, später aber von der hier sehr aktiven Erosion wieder entfernt wurde. Sicher hingegen ist das ganze Gehänge vom Wildschloss bis zum Triesner Bergsturz allgemein von der Verlössung betroffen worden. Die obere Gren- ze der Lössvorkommnisse dürfte um 1100 m liegen. Im Süden des Landes tritt Löss am Fläscherberg an verschiedenen Orten auf. 2. Nirgends konnte Löss unter der Grundmoräne der Würmver- eisung festgestellt werden, ausser an Stellen, wo diese nachträg- lich abgerutscht ist. Der Löss ist intramoränisch in bezug auf die Würm-Endmoränen. Er tritt schon in Höhenlagen über dem Rheintal auf, die bei der letzten Vereisung noch unter dem Eis- spiegel lagen. Da die Lössbildung im Alpenvorland und in den Alpentälern an das kalte und trockene Klima gebunden zu sein scheint, muss sie daher als stadial aufgefasst werden. Immerhin haben Verwehungen aus den Alluvionen des Rheintals auch später noch stattgefunden und können gelegentlich heute noch beobachtet werden. Solche postsladiale äolische Bildungen dürf- ten aber wegen der Ausbildungen einer immer mehr überhand- nehmenden Vegetationsdecke in der klimatisch milderen und feuchteren Folgezeit nur noch eine geringe Bedeutung erlangt und praktisch keine Rolle mehr gespielt haben.
        

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