— 194 — linienförmigen Geländerücken besteht. Diese Hügelrücken zeigen alle charakteristischen Merkmale von echten Drumlins : Ihre Länge variiert von 400 m bis 1600 m. Die Breite der einzelnen Hügel be- trägt Vs bis Vs der Länge. Die Höhe der Hügel variiert von 20 bis zu 70 m. Sie weisen meist einen schmal elliptischen bis walfisc'i- förmigen Grundriss auf (nach der amerikanischen Nomenklatur sind diese Formen als «elliptical»' zu bezeichnen), seltener einen breit- ovalen («mamillary), wie der Fluxbüchel südlich Eschen und der Hügel bei Rofenberg-Schönbühl westlich von Eschen. Die hinteren — bezogen auf die Strömungsrichtung des Gletschers — Hügelen- den sind steiler als die vorderen, welche sanft auslaufen, und weisen einen Böschungswinkel bis zu 14" auf. Fast bei allen Hügeln liegt der höchste Punkt näher dem Hinterende. Die Flanken eines Hü- gels sind noch steiler (Böschungswinkel bis zu 23°) als sein Hinter- hang und stets mehr oder weniger symmetrisch. Gelegentlich sind seitliche «Verwachsungen» zweier Rücken zu beobachten. (Beispiel : Judenbüchel mit Tilihalde oder bei Widum nordöstlich Eschen). Die Zahl der Drumlins beträgt 9 bis 17, je nachdem, ob wir die auf gleicher Linie verlaufenden Kämme als ursprnglich zu einem ein- zigen Rücken gehörig betrachten oder ob wir alle isolierten Buckel einzeln zählen. Über den Aufbau der Drumlins geben uns zwei Gruben Auf- schluss. Eine davon befindet sich bei Rofenberg westlich von Eschen (Koord.: 757 460/231 240). Das Bodenprofil zeigt zuoberst 40 — 70 cm lehmige Erde. Darunter stecken in einer Grundmasse von gelbem Lehm meist gerundete und geschrammte Geschiebe von recht verschiedener Grösse. Neben vielen nuss- bis faustgrossen Ge- schieben kommen grössere Blöcke vor, deren Volumen oft 1 m:i übersteigt. Es handelt sich um Malmkalke, dichte Mergelkalke (fragliches Neokom der Falknis-Decke), Gaultquarzite, Falknisbrek- zien, Muskovitgneise, Quarzdiorite und Amphibolite. Die andere Grube befindet sich auf dem Judenbüchel südlich der Hauptstrasse von Eschen nach Mauren (Koord.: 758 840/231 130). Hier sind mehr Schotter und Sandnester anzutreffen als in der ersten Grube. Es sind vorwiegend Glimmergneise, Quarzite, stark verwitterte Granite vom Albulatypus und Amphibolite darin enthalten.
        

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