- 190 — fläche für das Wahrscheinlichste : aus den Profilen S c h u in a - c Ii c r 's ist ersichtlich, dass es sich seiner Ansicht nach um einen Aufstülpungsrand handle. S c h a e t t i hingegen gibt der Deutung als alte Erosionsfläche den Vorzug. Wir können uns für keine dieser Interpretation entscheiden, da wir über keine sicheren Beweise ver- fügen. Z u s a in in e n f a s s u n g : Die Schuppe Ii stellt im Drei- Schwestern-Gebiet die grösste tektonische Einheit des Ostalpins dar. Ihre Längserstreckung beträgt auf liechtensteinischem Gebiet km. Doch lässt sie sich über die Landesgrenze hinaus noch weiter gegen Nordwesten verfolgen. Diese Schuppe legt sich ohne wesentliches Gefälle von Nordosten gegen Südwesten auf die tiefe- ren Schlippen des Untersuchungsgcbietes. Längs der ganzen Basis- linie der Schuppe sind Linsen von Quetschzonengesteinen anzutref- fen. Die Hauptdoloniilkappe ist in einer späteren Schubphase auf die tieferen Schichtglieder dieser Schuppe, wahrscheinlich von Osten her, aufgeschoben worden. Verschiedene Feststellungen (cf. S. 187) machen es glaubhaft, dass diese Überschiebung des Hauptdolomites auf ein erodiertes, seines Hauptdolomites und zum grossen Teil auch der Raiblerschichten beraubtes Schichtpaket erfolgte. Dafür spricht auch die Tatsache, dass die tieferen Schuppen oben stets mit Raib- lerschichten abschliessen, der Hauptdolomit in diesen Schuppen also fehlt. Die Form der Hauptdolomitkappe kann mit derjenigen eines Löffels verglichen werden, dessen Spitze im Westen liegt. Am nörd- lichen Rand dieses «Löffels» fallen die Schichten gegen Süden, am südlichen jedoch gegen Norden ein. B. Die Beziehungen der Îechtal-Decke zur Flyschunterlage Bei der Beschreibung der Tektonik des Vorarlbergerflysches stellten wir fest, dass die Lechtal-Decke auf eine Flyschmasse auf- fuhr, welche schon in einer früheren Schubphase in dieses Gebiet verfrachtet worden war. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die später aufgeschobene Lechtal-Decke sich dieser Flyschunterlage in irgend einer Form angepasst hat. Die nachfolgend aufgeführte
        

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