— 184 — schichten (Dulomitische Rauhwacke und rostrote, sandige Letten) befindet sich in anormaler Lagerung im steilen Hanganriss drin. Über dem Muschelkalkband erstreckt sich ein mächtiges Band von Partnachschichten. Muschelkalk und Partnachschichten lassen sich durch den Schwarzwald ibis zum Alpilatobel verfolgen. Die nördliche Fortsetzung des Muschelkalkes findet man in einem isolierten Fels- bändchen 150 m südwestlich der Alpilahütte (Koord.: 759 810/225 920). Von Alpila an kommt die Schuppe 14 auf I2 zu liegen, da, wie wir auf S. 179 feststellten, die Schuppe I3 inzwischen ausgekeilt ist. Im ersten Graben nordöstlich der Alpilahütte ist wieder eine Spur von Quetschzone aufgeschlossen, dann etwa 10 m mächtiger Mu- schelkalk, der von Raiblerschichten I2 unterlagert und von Part- nachschichten I4 überlagert wird. Mächtiger wird der Muschelkalk im Plattenwald, doch bildet er kein zusammenhängendes Band, sondern ist in viele Linsen aufgespalten worden. Prachtvoll ist diese Aufsplitterung des Muschelkalkfelsen liegen hier im plastischen Teig der Partnachschiefer. Ihre Lagerung ist bald normal, bald voll- kommen überkippt. In diesem Tobel erlangen die Partnachschiefer der Schuppe I4 ihre grösste Mächtigkeit (mindestens 200 m). Von Bleika gegen Norden wird der Muschelkalk mächtiger und stabiler. Er zieht in breiter Zone über das Wasserzugtobel, in welchem über dem Arlbergkalk I2 noch ein Schmitzen der oberen Quetschzone (Koord.: 761 890/227 370) erhalten ist. Vom Planknertobel bis zur Landesgrenze stellt sich an der Basis der Schuppe I4 noch eine lokale Komplikation ein : der Muschelkalk wird in zwei Züge ge- spalten, einen unteren, der sich bis zum Sattelspitz verfolgen lässt, und einen oberen bei Kälberzüg. 150 m südwestlich des Sarojasat- tels sind Campilerschichten und Buntsandstein zwischen diese Ab- spaltungen hineingeraten. • Ampferer hat diese Lokalität in Fig. 16 der «Geologischen Bewegungsbilder vom Westende des Rätikons» (1937 a) im Wesent- lichen richtig zur Darstellung gebracht. Zu einer vollkommen un- richtigen Interpretation dieser Stelle ist dagegen E. K r a u s (1932c, Abb. 5) wahrscheinlich durch die weitgebend dolomitische Aus- bildung des Anisiens am Saltelspitz verleitet worden.
        

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