— 171 — Baclryllien. Diese Baclryllien sind etwas lirciter als diejenigen aus den Partnachschichten, besitzen eine gerade, ctwas-erhöhte Median- leiste und seitlich davon je einen <|iiergegliederten Streifen. Ebenfalls in diesem Profil fanden wir eine Lumachelle aus dunkelgrauem, tonigem Kalk mit Querschnitten von stark gerippten Muscheln. 8. Hauptdolomit Im Ganzen genommen ist der Hauptdolomit recht eintönig aus- gebildet. Die meist verbreitete Varietät ist feinkörnig, im frischen Bruch hellgrau und wittert schmutzig bräunlichgrau an. Der Haupt- dolomit ist oft massig ausgebildet, fast ebenso häufig aber deutlich gebankt. Nicht selten schalten sich Bänke von dichtem, mit weisser, mehliger Bestäubung anwitterndem Dolomit ein. Kalkige Lagen sind sehr selten. Sehr interessant sind die zahlreichen und mannigfaltigen Brek- zien des Hauptdolomites. Sie würden für eine Spezialarbeit genü- gend Probleme liefern. Neben den tektonischen Brekzien, welche an der Basis des Hauptdolomites bis 100 m mächtig werden können (weisse Schrofen u. a. o.) kommen häufig solche vor, die wahrschein- lich mit der Dolomitbildung in Beziehung stehen (C a d i s c h, 1921 und 1948). Eine Brekzienart, die weite Verbreitung findet, jedoch an keinen bestimmten Horizont gebunden ist, zeichnet sich dadurch aus, dass rautenförmige, bis zündholzsohachtelgrosse, graue Dolo- mitkomponenten durch weissen, gröber kristallinen Dolomit, zu- sammengekittet werden. Oft bestehen zwischen den Dolomitbrocken Hohlräume, an deren Wänden sich schöne Dolomitkriställchen ab- scheiden. Die schönen Brekzien des Drei Schwesternkopfes gehö- ren in diese Kategorie. Nördlich unterhalb dieses Punktes sind die rautenförmigen Dolomitbrocken gelegentlich von Erzkristallen überwachsen. Diese bestehen aus Pseudomorphosen von Haematit nach Pyrit. Derartige Brekzien entstanden durch Zerfall des stark durohklüfteten Dolomites zu einer mehr oder weniger lockeren Trümmermasse. Zirkulierende Lösungen aus den Hangendteilen der Schiohtreihe verheilten später die Hohlräume. Diese Brekzien sind spät, teilweise vielleicht schon während, grösstenteils aber wohl erst nach der mise en place der Hauptdolomitkappe entstanden.
        

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