— 156 ^ Kraus (1932b, Abb. 48) aus den «Birnwangschichten de« Vor- arlbergerflysches» zeichnete. Es besteht kaum ein Zweifel darüber, dass es sich bei diesem von Kraus beschriebenen Aufschluss nicht um Flysch, sondern um Quetschzone handelt. Bei den Aufschlüssen südwestlich des Efiplankentobels schalten sich über den Kieselkal- ken der Gaschlöserie (Flysch) mindestens 20 m fahl-grüne und blass- rötliohe, gelegentlich auch stumpfgraue Mergel oder Mergelschiefer ein, welche holzbraun anwittern. Spärliche, dünne Lagen von dich- ten Mergelkalken können ihnen eingelagert sein, oder es besteht eine Weohsellagerung dieser Mergel mit fahlgrünen und weinroten, sehr feinsandigen Schiefern bis Sandsteinen. Die Stellung dieser Ge- steine ist fragwürdig, doch scheint es uns, dass 6ie eher zur Quetsch- zone als zum Flysch gehören.* 6) Hell- bis mittelgrauer, stark rekristallisierter, von schwarzen Tonhäutchen und von Calcitäderchen völlig durchsetzter Kalk. 5) Weisslich-grünlicher Sandstein, ähnlich gewissen Saluversandsteinen, 4) Bunte, vorwiegend aus Quarzit- und Dolomitkomponenten bestehende Brekzie, ahnlich gewissen Brekzien des Julierg'ebietes. 3) Schwärzlichgraue, tonige bis leicht sandige Schiefer mit Knollen und Linsen von dichten, hellgrauen Fleckenkalken, mittelgrauen, feinstkörnigen Kalken, dichten, radiolarienführenden Kalken, hellgrauen Sandkalken, weisslichgrünen Quarziten, grünlichen, saluverartigen Sandsteinen und selten Dolomiten. 2) Fahlgrüne, feinstsandige Mergel mit zerrissenen Bänken von blassrötlich bis grünlich anwitternden, harten, feinstkörnigen Quarziten. 1) Fahlgrüne und weinrote feinstsandige Mergel, wechsellagernd mit feinstkörnigen. weinroten, gelegentlich grauen Sandsteinen. Mk = Muschelkalk Pt = Partnachschichten Die Quetschzone, die vom Efiplankentobel bis an den Kamm oberhalb Fanöla (auf 940 m Höhe) verfolgt werden kann, trifft man weiter im Süden im Efisälftobel (auf 830 m) wieder an. Sie besteht hier wiederum aus verwalzten, zu kleinen Linsen ausgezogenen und stark vermischten Gesteinen : dunkelgrauen Radiolarienhornsteinen, dichten, radiolarienführenden Kalken und graugrünlichen, stellen- * Diese, auch zwischen dem Tiefloch und der Gafleierrüfe (vergl. S. 157) aufge- schlossenen Gesteine, meint wohl M. Blumenthal (1936, S. 467, Fussnote) wenn er von „kieseligen Bändchen und roten Schiefern, deren Herauslösung aul dem Flyschschichtverband schwierig durchführbar ist", berichtet. Blumenthas spricht sich, allerdings auch unter Vorbehalt, eher für eine Zugehörigkeit dieser Gesteine zum Flysch aus.
        

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