- 154 - Allgäu kennt man nach Cornelius keine tierartige brekziöse Ausbildung des Tithons. Hingegen beschreibt Grünau (1947, Ta- fel 2) eine ähnliche Ausbildung des oberen Jura und der unteren Kreide als nördliche Fazies der Aroser-Schuppenzone bei Arosa. K r a u 'S (1932 c) hat den beschriebenen Quetschzonenauf- schluss im Planknertobel in den Flysch gestellt und die Konglome- rate als «cenomane Konglomerate der Birnwangschichten» beschrie- ben. Die unzweideutigen Calpionellen — Calpionellites d a r d e r i (C o 1 o m), Calpionella alpina Lorenz, Cal- p i.o n e 1 1 a elliptica C a d i s c h, T i n t i n n o p s e 1 1 a c a r - p a t h i c a (M u r g e a n u & F i I I p e s c u) — machen aber eine solche Interpretation ganz unmöglich. Die Quetschzone zieht hinü- ber ins Wasserzugtobel. Ihre dortige Zusammensetzung geht aus Fig. 11 hervor. Der Basis der Lechtal-Decke weiter nach Süden folgend, finden wir die Quetschzone wieder am Hang zwischen Hirschenhag und dem Efiplankentobel. Dieser Quetschzonenaufsohluss reicht bis ins Tobel hinunter und besteht aus linsig ausgequetschten, dichten Kal- ken, grünlichgrauen Quarzsandsteinen mit gröberer Körnung, die dem «Weissfluhsandstein» (Bezeichnung nach einem Vorschlag von R. Gees, vcrgl. H. S c h a e t t i, S. 14) gleichen und aus Mergel- schiefern, die solchen aus dem Falknisflysch ähnlich sehen. Im Efi- plankentobel ist die Quetschzonc von 900 m an bis an die Muschel- kalkbasis aufgeschlossen und besteht aus einer etwa 20 bis 30 m mächtigen, knauerig-linsig ausgebildeten Mischzone. In schwärzli- chen, kalkig-tonigen Schiefern stecken ellipsoidisch ausgezogene Linsen und Linschen von grünlichen, teils stark ausgebleichten Quarzsandsteinen, hellgrauen, dichten Kalken, «streifenschief er- artigen» Brekzien und hellrosaroten bis lichtgrünen, sowie weissen Quarziten. Die Quetschzone setzt dann über das Tobel und ist stets an der Basis des Muschelkalkes, in den schmalen Zweigrunsen süd- östlich des Haupttobels (am Weglein, das zu den Quellfassungen führt) gut aufgeschlossen. Hier fanden wir nun erstmals roten und grünen Hornstein. Die in diesem Gebiet bestehenden Verhältnisse haben wir in einer Planzeichnung (Fig. 22) dargestellt. Daraus ist der gemischte Bestand dieser Zone deutlich ersichtlich. Diese Plan- zeichnung zeigt eine grosse Ähnlichkeit mit einem Profil, das
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.