DIE QUETSCHZONE Die passiv an den grossen Überschiebungslinien der ostalpiucu Schuppen mitgeschleppten Gesteine meist unterostalpiner Abstam- mung fassen wir in ihrer Gesamtheit'mit der Bezeichnung «Quetsch- zone» zusammen. Vielerorts ist es nicht möglich, alle diese Gesteine eindeutig bestimmten Decken zuzuweisen. Allerdings macht es den Anschein, dass die -meisten in der Quetschzoue unseres Gebietes ent- haltenen Gesteine -aus der Schichtfolge der Aröser- Sohuppenzone stammen, doch gibt es in fast allen Profilen solche, deren Stellung unsicher ist. Quetschzonengesteine lassen sich im Drei Schwestern-Gebiet in zwei verschiedenen tektonischen Horizonten nachweisen : Einer- seits finden wir sie, fast durchgehend zwischen der Obergrenze des Vorarlberger bezw. Vaduzerflysches 'und der überschobenen Lech- tal-Decke, andererseits sind sie auch an vielen Stellen an der Basis der höchsten Schuppe der Scholle I (cf. S. 173,159) der Lechtal-Dek- ke anzutreffen. Damit wir in den nachfolgenden Ausführungen nicht immer umschreiben müssen, welche von diesen beiden Zonen wir meinen, nennen wir diejenige an der Basis der Lechtal-Decke untere, diejenige an der Basis von Schuppe I4 der Lechtal-Decke, obere Quetschzone. In den Arbeiten früherer Autoren finden wir nur ganz wenige Angaben über die Verbreitung der Quetschzone im Drei Schwestern- Gebiet. Schumacher beschreibt aus der Nähe der Buntsahd- stcihlinse oberhalb Gafadura (cf. S. 165) rötliche Mergelschiefer, die er als Couches rouges auffasst. Wir vermuten, dass es sich hier- bei um eine Verwechslung mit rötlichen und grünlichen Schiefern der Buntsandsteinfolge (cf. S. 165) handelt, da wir jene Gegend gründlich untersucht und sogar Aufschlüsse mit dem Pickel ergra- ben haben, ohne dabei die geringste Spur von Couches rouges anzu-
        

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