- 147 - alpinen Sedimentationsbereich gegen Norden abgegrenzt haben soll. Den penninischen und unterostalpinen Sedimentationsbereich nahm er im Süden einer «Verschluckungszone» an, welche südlich der oberostalpinen Decken gelegen haben soll (siehe Kraus, 1932 b, Tafel VI). M. Forrer (1946) versuchte von Westen her. (Ost- schweiz) den Anschluss an den Vorarlbergerflysch zu gewinnen. Die Schuppenzone in Einsiedlerfazies, welche in der Wildhausermulde über säntiseigenem Tertiär liegt, parallelisierte er unter Vorbehalt mit der Liebensleiner-Decke p- p. (= hochhelvetisch). Den ceno- manen bis turonen Sandsteinflysch der östlichen Wildhausermulde betrachtete er als einen westlichen Ausläufer der Sigiswanger-Decke. Für die Sigiswanger-Decke nahm er einen Ablagerungsbereich zwi- schen Hochhelvetikum (Liebensteiner-Decke) und Oberostalpin an. Für eine enger gefasste Lokalisierung innerhalb dieses breiten Rau- mes entschied er sich nicht. In seinem Versuch einer Deckenab- wicklung stellte P. Nänny (1948) den Vorarlbergerflysch (Sigis- wanger- und evtl. «Oberstdorfer-Decke») sowie den Vaduzer- und Triesnerflysch in den Raum, der nördlich an die. Prätigau-Nord- schwelle anschliesst. Seitlich korrelierte er den Vorarlbergerflysch mit dem Sandsteinflysch der östlichen Wildhausermulde und dem höheren tektonischen Flyschelement deSj Wäggitals und von Yberg (Wäggitaler Flysch). Als tektönisebes Äquivalent ,des Vorarlberger- flysches in der Zentral- unid Westschweiz fasste er den Schlieren- Gurnigelflysch auf. Der Triesner- und Vaduzerflyschkomplex stellt seiner Auffassung nach den südlichsten Abschnitt dieser Flysch- gruppc dar. Nach den Ergebnissen der Flyschuntersuchungen in Liechten- stein und den Vergleichen mit benachbarten Fachgebieten ergeben sich folgende Gesichtspunkte bezüglich der tektonischen 'Stellung des Vorarlbergerflysches : > ••: - • , -. ' r 1. Der Vorarlbergerflycsh s. s. (Sigiswanger-Decke) kann unmög- lich als normales Hangendes des Helvetikums aufgefasst. werden. Dagegen spricht einmal die stark abweichende fazielle Ausbil- dung der Oberkreide der Sigiswanger-Decke verglichen mit der helvetischen Oberkreide, noch mehr aber der UmstanJ,, dass die Sigiswanger-Decke der Liebensteiner-Decke (östlich des Rheins)
        

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