— 145 — auf einzelne Horizonte beschränkte Verteilung der Brekzienbänke, stellten wir auch in der Fanölaserie des Vorarlbergerflysches fest. Die Brekzien der Eggbergserie sind allerdings oft bedeutend gröber als diejenigen der Fanölaserie. Auch was die Art und den mengenmässigen Anteil der Kom- ponenten in den klastischen Gesteinen der ganzen Oberkreide- sohichtfolge betrifft, bestehen weitgehende Analogien zwischen den gleichaltrigen Serien der Prätigauschiefer und denen des Vorarlber- gerflysches in Liechtenstein. Der Kristallinindex der Pfäfigratserie beträgt ca. 3 (in der Sehwabbrünnenserie 2 — 3), in der Gyrenspitz- serie ca. 1 (1 — 2 in der Planknerbrüokeserie) und in der Eggberg- serie zwischen 0,6 und 0,3 (0,5 — 0,3' in der Fanölaserie). Weitge- hende Übereinstimmung besteht besonders auch in der Art der sedimentären Komponenten der gleichaltrigen Serien des Vorarl- bergerflysches und der Prätigauschiefer. Wir haben früher (S. 117) bereits auf diese Feststellung hingewiesen. Eigenartigerweise weist die Schichtfolge der Prätigauschiefer mit derjenigen des Vorarlbergerflysches grössere fazielle «Verwandt- schaft» auf, als mit derjenigen des nähergelegenen Vaduzer- und Triesnerflysches. Vielleicht kann dieser Umstand am besten so er- klärt werden, dass man annimmt, der Vorarlbergerflysch und die Prätigauschiefer seien in der Nähe von Sohwellenzonen ähnlicher Zusammensetzung abgelagert worden, während Vaduzer- und Tries- nerflysch in einem zentralen Beokenteil zum Absatz gelangten. Die vergleichende Betrachtung der liechtensteinischen Flysch- komplexe mit den Prätigauschiefern ergab, kurz zusammengefasst, folgendes : Tektonisch liegen die Prätigauschiefer höher als die liechten- steinischen Flyschkomplexe. Zwischen beiden Sedimentationsbe- zirken muss während der Oberkreide eine Schwellenzone angenom- men werden. Die oberkretazische Schichtreihe der Prätigauschiefer und diejenige des Vorarlberger-, bezw. Vaduzer- und Triesnerfly- sches weist besonders vom unteren Senon an viele gemeinsame Züge auf. Die Sedimentation ist während dieses Zeitabschnittes in beiden Flyschtrögen eine prinzipiell gleichartige. Die fazielle Übereinstim- mung der Prätigauschiefer ist grösser mit dem Vorarlbergerflysch von Liechtenstein als mit dem Vaduzer- und Triesnerflysch. 10.
        

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