— 143 — Die lithologische Übereinstimmung des Wäggitaler Flysches mit Teilen der Planknerbrücke- und besonders mit der Fanölaserie, die Gleichaltrigkeit der genannten obersten Serien des Vorarlberger- flysches mit dem Wäggitaler Flysch und die analoge tektonische Stellung beider Flyschkomplexe machen es sehr wahrscheinlich, dass im Wäggitalcrflysch tatsächlich, wie dies Kraus angenommen hat, ein westlicher Ausläufer der Sigiswanger-Decke zu suchen ist. Allerdings ist die Altersannabme von Kraus verfehlt : es handelt sich nicht um mittel- oder unterkretazischc, sondern um obersenone Bildungen. Komplexe, welche den tieferen Serien des Vorarlberger- flysches entsprechen könnten, fehlen im Schlierenbaohgebiet. Die Fortsetzung des Wäggitaler Flysches gegen Westen haben wir nicht untersucht. 5. Die Prätigauschiefer Dank der ausgezeichneten Arbeit von P. N ä n n y (1948) und den vielen wertvollen Vorarbeiten früherer Autoren (siehe Litera- turhinweise in P. Nänny, 1948) gehört das Prätigau heute zu den bestbekannten Flyschgebieten der Alpen. Wie wir im Abschnitt über die Tektonik der liechtensteinischen Flyschkomplexe dargelegt haben, stellten die Prätigauschiefer, eine verglichen mit dem Vorarlherger, dem Vaduzer- und Triesnerflysch, höhere Flyschmasse dar. Ein direkter fazieller Übergang zwischen dem Triesnerflysch und den nördlichen Prätigauschiefern ist nicht anzunehmen, denn zwischen dem Flyschtrog des Vorarlberger-, resp. Vaduzer- und Triesnerflysches und demjenigen, in welchem die Prätigauschiefer zum Absatz gelangten, muss eine Schwelle vor- handen sein. Die Konglomerate und Brekzien im nördlichen Ver- breitungsgebiet der Prätigauschiefer und die Abnahme der Korn- grössen von Norden gegen Süden zeugen von dieser Schwellcnzone. Trotz dieser Trennung der beiden Tröge, sei es durch einen festen Landrücken oder durch Inselegirlanden, weisen gleichaltrige Sedi- mente der beiden Becken doch viele gemeinsame Züge auf. Um d es darzulegen, betrachten wir kurz die Serien bezw. Alterstufen der Prätigauschiefer mit den gleichaltrigen liechtensteinischen Flys •b- bildungen : Im Turon sind die Unterschiede noch recht gross. Immerhin sind zu dieser Zeit in beiden Trögen hauptsächlich klastische Sedi-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.