- 130 — weis von oberkretazischen Foraminiferen in diesen Schichten. Sie glaubten normale Übergänge aus dem Wildflysch feststellen zu können. Im Grossen und im Kleinen Walsertal konnten wir den von Kraus (1932 b) in seinen Profilen als «Ofterschwanger-Schiohten» bezeichneten Komplex wiederfinden, so am Sünser-Joch und am Gerach-Sattel, wobei dessen Zugehörigkeit zur Sigiswanger-Decke (Basisserie) und sein cenomanes Alter (Globotruncanen der Apen- ninioa-Gruppe) eindeutig belegt werden konnte. Die nächst höhere Flyscheinheit wird von allen Autoren, nach ihrem Auftreten am Sigiswanger Horn, Sigiswanger-Decke genannt. Im Allgäu und in Vorarlberg hat Kraus noch eine höhere Flyscbdecke ausgeschieden, die er «Oberstdorfer-Decke» nennt. Richter u. ä. haben sich später der Ansicht von Kraus ange- schlossen, wonach in Vorarlberg und im Allgäu eine noch höhere Flyscbdecke als die Sigiswanger-Deoke ausgeschieden werden müsse, und haben die Bezeichnung «Oberstdorfer-Decke» von Kraus übernommen. Nach Kraus hätten sich die Sedimente dieser bei- den Decken in zwei durch eine Schwellenzone («Vindelizische Mit- telschwelle») getrennten Teiltrögen gebildet, wogegen sie nach Richter, Custodis und Schmidt-Thome in einem ein- zigen Trog zum Absatz gelangt wären und zwar die Sigiswanger- Decke im nördlichen, die «Oberstdorfer-Decke» im zentralen oder südlicheren Teil davon. Dabei wären nach Richter etc. die südlicheren Teile dieses Flyschtroges bei der alpinen Orogene6e von der nördlicheren abgeschert und über diese überschoben worden. Im Norden der Sigiswanger-Decke wird von allen Autoren eine Schwellenzone angenommen, von welcher das terrigene Material der Sigiswanger-Decke herstammen soll. Im Süden des langgestreckten, mehr oder weniger parallel zum Alpenstreichen verlaufenden Tro- ges wird ebenfalls von allen Autoren ein Schwellengebiet postuliert. Die Nordschwelle wird von Richter u. a. als «Cetischer Rücken» bezeichnet, von Kraus als eine etwas gegen Südwesten ausgrei- fende Digitation seiner «V i u d e 1 i z i s c h e n N o r d s c h w e I 1 c» betrachtet (cf. 1932 b, Tafel VI). Das im Süden der «Oberstdorfer- Decke» angenommene Schwellengebiet bezeichnen Richter u. a.
        

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